First Stork chicks have hatched!

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First egg of Slītere White Storks our watchers noticed a month ago. The first chick hatched yesterday. Today, with the first morning sun we saw already two chicks. Now the most interesting period has begun - we will see what their parents have their chicks to offer for meals and how often. Let’s watch the birth and growth of the new lives together!

 

Pirmie stārķēni izšķīlušies!

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Pirmo olu Slīteres balto stārķu vērotāji pamanīja pirms mēneša. Pirmais stārķēns izšķīlās vakar. Šodien gaismai austot atzīmējām, ka ligzdā ir divi cāļi. Tagad sāksies interesantākais periods - redzēsim, ko vecāki nes saviem bērniem ēdienreizēs, cik bieži tas notiek. Vērosim kopā dzīvības dzimšanas, jauno pasaules pilsoņu augšanas brīnumu!

Filma DVD par Slīteres dzīvniekiem

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Projekts "Baltijas Zaļā josta" beidzas šī gada janvārī. Kā atvadu sveicienu, projekta akcijas "Vērosim dabu kopā!" komanda sarūpējusi 20 minūšu filmu par Slīteres nacionālā parka dzīvniekiem. Ekrānā notiekošo komentē mūsu pieredzējušais, Latvijas dabas mīļotāju lokā pazīstamais zoologs Vilnis Skuja. Īsfilmas varoņi ir Latvijas dabā mītošie dzīvnieki. Redzēsiet vilkus, meža cūkas, āpšus, lapsas, jenotsuņus, strauta nēģus, ūdensstrazdus, vistu vanagu un rubeņus. Šis disks varētu būt noderīgs gan skolēnu, gan pieaugušo auditorijas izglītošanai par savvaļas dzīvnieku uzvedību.

Projekta laikā kopš 2009. gada esam guvuši lielisku pieredzi dzīvnieku filmēšanā  dabiskā vidē, netraucējot, neprovocējot tos. Akcija "Vērosim dabu kopā!" beigusies, tāpēc ir laiks atskatīties uz padarīto. Skatītāji gan šajā vietnē, gan visā pasaulē populārajā vietnē www.youtube.com, kur esam izveidojuši savu kanālu http://www.youtube.com/SlitereNationalPark vērojuši un vērtējuši kopumā 43 mūsu klipus. Kanāls reģistrējis tur par 27000 skatījumus. Vispopulārākais izrādījies video "Briedis Baltijas jūrā" - 3200 skatījumi. Visinteresantākais video - "Vilki pie medījuma", jo spējis noturēt skatītāju uzmanību nemainīgi augstu visu klipa laiku - divas minūtes.

Turpiniet vērot tiešsaistē skatu no Slīteres bākas, kas atrodas 100 metrus virs jūras līmeņa uz Slīteres nacionālā parka mežiem un jūru, kas redzama pie apvāršņa!

Der Habicht

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Der Schnabel des Habichts ist manchmal zu schwach um das gewünschte Fleischstück abzureissen, in dem Fall werden die Beine und Flügel als Hilfe benutzt. Der Habicht fühlt sich von oben bedroht (Raben oder Krähen sind in den Bäumen gelandet), deshalb sträubt es seine Federn und breitet die Federn des Schwanzes aus um größer und bedrohlicher auszusehen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=DJ8gyCwp66A

Der Waldkauz – Vogel des Jahres 2011

Zum lettischen Vogel des Jahres 2011 wurde der Waldkauz Strix aluco nominiert. Es ist die am meisten vorkommende Eulenart in Lettland. Auch wenn bei dem Namen Waldkauz „Wald“ vorkommt kann man ihn öfter in Parks, Aleen oder Friedhöfen, als im Wald, vorfinden. An solchen Orten gibt es mehr große Bäume mit geeigneten Höhlungen. Dies ist das 16. Jahr in dem man einen Vogel des Jahres in Lettland wählt. Laut dem Vorsitzenden des Vorstandes des lettischen Ornithologie Vereins Viesturs Ķerus wurde bisher die Aufmerksamkeit bei dieser Veranstaltung den seltenen und besonders geschützten Vögeln geschenkt, aber dieses Jahr wurde eins der gewöhnlichsten Nachtvögel gewählt um den Menschen Anlass zu geben zu bedenken wieso denn der Waldkauz keinen Platz mehr in den Wäldern hat und um in dem ,von der UNO verkündigten, Jahr des Waldes dem Waldkauz helfen zurück in die Wälder zu finden. Die Organisatoren dieser Veranstaltung, der lettische Ornithologie Verein und das Amt für Naturschutz, bittet die Gesellschaft künstliche Baumhöhlungen zu bilden und zu verteilen um so Nester für die Eulen zu bilden. In strengen und schneereichen Wintern ist es schwer für die Eulen Nahrung zu bekommen, weil die dicke Schneedecke und die Schneekruste es schwer macht an die Mausartigen Nager zu kommen, die ihren Winter gemütlich unter der Schneedecke verbringen. Genau so ein Winter war im Jahr 2009/2010. Vielerorts wurden in den Städten und Wäldern ausgezehrte und tote Eulen gefunden.Wenn Sie im Winter eine furchtlose Eule finden sollten Sie sie am besten wieder in eine Fichte oder anderen Baum legen, wo keine Hunde, Katzen an sie rankommen und sie auch unsichtbar für Krähenartige Vögel ist, weil sie Nachtvögel nicht mögen. Aber immer auf die Krallen aufpassen! Aber wenn Sie im Sommer die Jungen einer Eule finden dürfen Sie sie nicht irgendwo wegtragen und „retten“. Man muss sich immer daran erinnern, dass die Eulenjungen das Nest schon vor dem erlernen des Fliegens verlassen, deshalb wäre das beste in solch einer Situation die kleinen Eulenjungen auf einen Baumast zu setzen. Die Eltern der Jungen sind in der Nähe und beobachten Euch!

Das Wildschwein

Der Winter ist eine wichtige Prüfung im Leben eines Wildschweins. Bei einer Schneedecke von 30 bis 40 cm wird die Fähigkeit der Wildschweine sich zu bewegen und Nahrung zu suchen wesentlich beeinträchtigt. Bei solchen Umständen versucht das Wildschwein sich wenig zu bewegen und sein Lager in der Nähe von Futterplätzen einzurichten. Eine besondere Art der Anpassung ist die bildung von Pfäden. Der Schnee wird durch viel Stampfen sehr dicht und erleichtert so den Wildschweinen sich zwischen Futter- und Entholungsorten zu bewegen. Diesen Winter ist die Erde unter dem Schnee nicht gefroren und das ist wichtig, weil das Wildschwein die Erde immer umwühlen muss um zu fressen. Beim wühlen in gefrorener Erde kann das Wildschwein seine Hauer abbrechen. Auch in der ungefrorenen Erde rumzuwühlen ist keine leichte Aufgabe, denn sie müssen immer Wurzeln von Bäumen durchreisen oder durchkauen um überhaupt an das Futter zu kommen.Die Wildschweinmännchen werden Eber genannt und sie leben alleine. Das Wildschwein Rudel wird daher meist von den Weibchen gebildet. In einem Rudel können mehrere Weibchen mit ihren Jungen, ihren Töchtern von früheren Würfen und Elternlose Jungen sein. Die erwachsenen Wildschweine wühlen beim suchen des Futters große Flächen auf und nachher wühlen da die Jungen. Die Jungen können ohne die Hilfe der Erwachsenen nicht durch den Schnee graben, denn sie würden zu viel Energie verlieren und sterben. In der Walderde gibt es viele fressbare Sachen, wie z.B., Wurzeln und Wurzelstöcke von Pflanzen, Insektenlarven und Puppen und Würmer. Sie fressen auch Spitzmäuse und mausartige Nager. Im Winter, wenn die Erde noch nicht gefroren ist, kann man viele Würmer nah an der Oberfläche finden und sie sind deshalb ein sehr wichtiges Futter. Maulwürfe bilden im Untergrund Vorräte von Würmern in dem sie diese durch einen Biss paralysieren. So einen Vorrat zu finden ist für die Wildschweine ein großes Glück, aber noch den Maulwurf dazu zu kriegen ist schon doppeltes Glück. Im Winter essen sie auch gestorbene Tiere. Die erwachsenen Wildschweine sind am wichtigsten für die Population, deshalb essen sie zuerst. Ein aufdringlicher Ferkel wird einfach vertrieben. Die Ferkel wissen das und suchen ihre Nahrung weiter weg, in der Peripherie. Deshalb ist es auch leichter für die Raubtiere die unwichtigen Ferkel zu fangen, als die wichtigen Erwachsenen. Im Winter richten sich die Wildschweine ein warmes Lager ein. Sehr weich sind die Lager von den Weibchen. Die Lager werden von zugänglichen Material gefertigt, nämlich, Tannenäste, kleine Tannen, Heidekräutern, Heidelbeerkräutern, Rohr und trockenes Grass. Diese warmen Lager helfen den Ferkeln Energie zu sparen und sie nicht für „Heizung“ zu verbrauchen.

Der Baummarder

Die Leiche eines im Winter gefallenen Tieres sichert für viele Vogel- und Tierarten das Überleben. Sie müssen sich dann eine längere Zeit keine Sorge um Nahrung machen. In unseren Breitengraden ist es nichts ungewöhnliches, dass Raubtiere sich im Winter von Aas ernähren. Es ist eine wichtige Futterquelle. Im Dickicht des Waldes kommen die Tiere auch am helligten Tag um vom Aas zu essen, aber an offenen Orten werden sie es nur in der Nacht wagen von dem gefallenen Tier zu fressen. Eins von den gewöhnlichsten Tieren, dass man an solchen Orten beobachten kann ist der Baummarder (Martes martes). Diese Art ist in Lettland und auch im Nationalpark Slitere sehr verbreitet. Ein Baummarder ist ungefähr einen halbem Meter lang, wiegt 0,8-2,2kg und hat einen braunen Pelz. Im Winter wirkt ein Baummarder bläulich grau, weil sein Flaumhaar sehr dicht ist. In der Wamme hat er einen hellen Fleck dessen Farbe von hellen gelb bis grellen orange liegen kann. Der Baummarder hat lange und mit scharfen Krallen bewaffnete Finger. Mit ihnen kann der Baummarder geschickt auf Bäume klettern und nicht in den Schnee versinken. Die Männchen sind schwerer als Weibchen, deshalb halten sie sich mehr auf dem Boden auf. Weibchen sind leichter und bewegen sich sehr geschickt indem sie von Baum zu Baum springen.Der Baummarder hat eine vielseitige Ernährung. Im Sommer frisst er mehr Insekten, Amphibien, Reptilien, kleine Inektenfresser, mausartige Nager, Vögel, Beeren und Obst. Wenn es wenige mausartige Nager gibt werden Eichhörnchen und Vögel vermehrt gefressen. Der Baummarder frisst auch gerne Honig und er sucht nicht nur Hummelnester, aber bei Gelegenheit besucht er auch Bienengärten. Im Winter frisst er zu 30-40% Aas. Ein Baummarder kann auf einmal ungefähr 100g Fleisch essen. An einem Tag muss er 1/5 seine Gewichts zu sich nehmen. Um an so viel Nahrung zu kommen muss sich der Baummarder mächtig ins zeug legen. Im Winter ist das Jagdrevier eines Baummarders größer als 10km2. Wenn er Pech bei der Jagd hat muss er manchmal um die 30km rennen, deshalb ist ein gefallenes Tier sehr wichtig. Wenn der Baummarder gegessen hat läuft er gleich zu seinem Lager um zu schlafen. Meistens macht er sein Lager unter Baumwurzeln, Baumstümpfen, in Baumhöhlungen oder in Eichhörnchen Höhlen. Bei gutem Wetter kann er in Nestern von größeren Vögeln schlafen, aber bei großem Frost macht er sein lager unter dem Schnee. Wenn es viele Baummarder gibt, dann jagen sie in einem und denselben Territorium an verschiedenen Zeiten. Um sich vor Konfliikten zu schützen kommunizieren sie indem sie Duft hinterlassen. Die Baummarder markieren ihr Territorium mit Exkrementen, durch das Urinieren und reiben von Analdrüsen an Ästen, Boden und auch Schnee. Beim Fressen darf man nie die Wachsamkeit verlieren, deshalb steht von Zeit zu Zeit auf seinen Hinterbeinen auf und schaut herum. In Westeuropa ist der Baummarder ein seltenes Tier, aber in Lettland gibt es viele. Strenge Winter mit vielen gefallenen Tieren sind ein Fest für die Baummarder.

Das fliegende U-Boot – die Wasseramsel

Der Winter ist die Zeit, wo man an schnellen und an Stromschnellen reichen Flüssen, eins von den einzigartigsten Vögeln Lettlands treffen kann – die Wasseramsel. Meistens überwintern sie in Lettland, aber manchmal nisten sie auch. Schon Ende Oktober beginnen sie von Skandinavien in den Süden zu migrieren und fliegen auch über Lettland. Es wird geschätzt, dass ungefähr 400 Wasseramseln in Lettland überwintern. Das Interresanteste bei ihnen ist ihre Kunst unterwasser Futter zu fangen. Ihre Federn sind mit einer Fettschicht bedeckt, die dem eiskaltem Wasser nicht erlaubt an den Körper zu kommen und die Nasenlöcher und Ohren sind mit Hautklappen abgedeckt. Um an Nahrung zu kommen taucht die Wasseramsel gegen den Strom und macht die Flügel auf, somit wird sie gegen den Flussboden gedrückt. In dem Moment, wo sie sich in Richtung des Stroms dreht, wird sie wie ein Sektkorken an die Oberfläche geschossen. Die kurzen, stumpfen Fußfinger sind sehr gut geeignet um den Boden aufzuwühlen und Futter zu suchen. Sie essen verschiedene Wirbellose Tiere , wie die Larven von Köcherfliegen, Eintagsfliegen und Schlammfliegen. Die Wasseramsel wird in Lettland bis Ende März antreffbar sein und dann wieder zurück zu ihren Nistplätzen an den Ufern von skandinavischen Bergflüssen fliegen.

Der Fuchs im Morgengrauen

Schon wieder ist die Erde von Schnee bedeckt. In den Wäldern von Slitere hat jedes Tier seinen Platz in der ewigen Nahrungskette. Hier sehen wir einen Hirsch, der von Wölfen gerissen wurde und somit dem Fuchs das Leben erleichtert. Der Fuchs nährt sich im Morgengrauen an dem gefallenen Tier. Langsam wird es hell und die Kamera fängt an zu filmen, aber der Fuchs hat schon fast seine Mahlzeit beendet. Es sind nur wenige Aufnahmen im Morgengrauen gelungen. Als nächste, bei dem gefallenen Tier,werden die Vögel sein.

Adler und andere Vögel im Nationalpark Slitere

Um den Stand der Populationen von den als bedroht angesehenen baltischen Seeadlern zu erfahren, hat man 1976 in Schweden ein internationales Beringungsprogramm gestartet, in dessen Rahmen Adler mit farbigen Ringen beringt werden. Mit Hilfe von optischen Vorrichtungen kann man sie von weit her lesen. Die erhaltenen Daten helfen der Verbreitung der Vögel, ihren Überlebenschancen und anderen Größen, die die Population beschreiben, zu folgen. Um die Adler anzulocken benutzt man gefallene Tiere, von denen sich die Adler gerne ernähren. Bei diesem Programm sind die Länder des Baltischen Meers, Norwegen und Weißrussland beigetreten. Lettland ist im Jahr 1984 beigetreten.Das ablesen der Ringe wurde im Nationalpark Kemeri angefangen, Die Spezialisten vom Nationalpark Slitere sind 2008 beigetreten.Gleich bei der Gelegenheit haben wir beschlossen eine Webcam an den Orten aufzustellen, wo die Adler angelockt werden. Damit haben Sie die Möglichkeit einen Blick in die Welt dieser großen Vögel zu werfen. Der Seeadler – der größte von den in Lettland vorkommenden Adlern. Die Spannweite der Flügel beträgt bis 2,4m. Beim Fliegen sind die Flügel auffallend weit. Das Gefieder ist braun. Erwachsene Vögel haben einen weißen Schwanz, die jüngeren haben bunte Schwanzfedern, die Enden der Steuerfedern haben einen dünkleren Strich. Der Schwanz ist keilförmig (nachschauen im Handbuch für die Feststellung von Seeadlern. Benutzte Litaratur: Svensson L., Grant P.J., Mullarney K., Zetterström D. 1999(a). Collins Bird Guide: the Most Complete Field Guide to the Birds of Britain and Europe. HarperCollinsPublishers, London). Er ernährt sich von Fischen, Vögeln, Säugetieren. Im Winter gerne auch von gefallenen Tieren. Er jagt von seinem Beobachtungsplatz aus oder in einem tiefen Flug. Der Steinadler – ein bisschen kleiner als der Seeadler. Die Spannweite der Flügel ist bis 2,2m. Das Gefieder ist dunkelbraun, der Kopf und der Nacken goldgelb. Der Schwanz ist abgerundet. Bei den Jungen, die noch nicht Geschlechtsreif sind, ist der Schwanz hell mit einem dunklen Rand. Bei den Erwachsenen sind die Schwanzfedern grau mit dunklen Strichen (nachschauen im Handbuch für die Feststellung von Steinadlern. Benutzte Literatur: Svensson L., Grant P.J., Mullarney K., Zetterström D. 1999(a). Collins Bird Guide: the Most Complete Field Guide to the Birds of Britain and Europe. HarperCollinsPublishers, London). Ernährt sich von Vögeln und Säugetieren und im Winter auch von gefallenen Tieren. Die Steinadler und Seeadler fangen nicht früher als ab dem fünften Lebensjahr an zu nisten. Die Adlerweibchen sind größer als die Männchen. Im Winter wandern die Adler weit. Die im Nationalpark Slitere getroffenen Tiere wurden in Estland, Finland und Litauen beringt. Für Adler ist das Sehvermögen sehr wichtig. Adler haben verhältnissmäßig große Augen (siehe Bild). Eine mächtige Waffe sind die langen, mit kräftigen Krallen bestückten Füße. Nachdem der Adler seine Beute gepackt hat, lässt er seine Krallen in das Opfer und durch das rhythmische bewegen der Finger lässt er die Krallen tiefer einsinken. Der Schnabel ist nur ein „Haken für das Abreißen von Fleisch“. Gefallene Tiere versorgen den Adler mit leicht zugänglicher und qualitativer Nahrung. Ein Aas muss nicht mehr gefangen werden, noch dazu ist es ausgeschlossen ein Trauma zu bekommen, wie es sonst bei der Jagd passieren kann. Deshalb passiert es öfters, dass bei einem gefallenen Tier mehrere Adler auftauchen in der Hoffnung leicht an Nahrung zu kommen. Hier fängt dann die Konkurrenz um den besten Platz am „Tisch“ an. Den Vorrang haben meist die älteren und stärkeren Vögel, aber es gibt auch Ausnahmen. Die Beziehungen zwischen den Adlern macht das Beobachten von Adlern zu einer fesselnden Beschäftigung.

Das Leben im Schnee

Die großen Säugetiere hat schon jeder von uns mal beobachtet, sei es nur vom Fenster des Autos, aber wie leben die kleinen Tiere: Insektenfresser – Spitzmäuse und Maulwürfe, Nager – Rötelmäuse und Mäuse und kleine Raubtiere, mit der Schneedecke zusammen? Beim Skifahren durch den Wald kann man öfters die kleinen Fußspuren überqueren.Maulwürfe sind den ganzen Winter aktiv. Sie nutzen die Gelegenheit über der Erde zu leben und richten ihre Hölen direkt unter der Schneedecke ein. Sie ernähren sich weiter von Regenwürmern und Insekten und jagen sie in dem leblosen Bden. Von einem Nahrungsgebiet ins andere bewegen sie sich über Gänge, die im Schnee eingerichtet sind. Wegen dem schnellen Stoffwechsel der Spitzmäuse müssen sie immer in Bewegung bleiben und Nahrung suchen. Diese Tiere graben selber keine Gänge im Schnee, aber sie benutzen leere Hölen unter Baumstümpfen, gefallenen Bäumen und die Hölen von kleinen Nagern. Manchmal überwinden sie größere Strecken oberhalb des Schnees. Das ist riskant, nicht nur, weil Raubtiere sie erspähen und fangen könnten, aber auch, weil bei starkem Frost die Spitzmaus sich nur wenige Minuten auf der Schneekruste befinden darf, sonst erfriert sie. Nach den thermodynamischen Gesetzen – ein kleinerer Körper kühlt schneller ab. Auch viel größere Spitzmäuse, die in sehr starken Frost oberhalb der Schneedecke kommen, erstarren. An Orten, wo die Schneedecke lange bleibt, ist sie durchgehend mit Hölen von Nagern durchworren. Wenn neuer Schnee schneit werden die Ausgänge an die Oberfläche erneuert. Sie dienen als Lüftung für das Hölensystem. Unter dem Schnee fühlen sich die Nager sogar so wohl, dass sie sich paaren. In den Schneehölen häuft sich Nahrung an und bildet eine eigentümliche Armatur. Im Schnee gebildete Hölen und Lager vereisen. Der vereiste Schnee kann die Höhle einer Maus sogar vor Füchsen schützen. Wenn sich eine Schneekruste bildet müssen die Füchse andere Nahrungsquellen suchen, weil die Schneekruste es nicht erlaubt mit einem Stoß durch die Schneedecke in die Höle der Maus zu kommen. Wenn es ungenügend alternative Nahrungsquellen gibt, fangen die Füchse an zu hungern, auch wenn unter dem Schnee es viele Mäuse gibt. Natürlich ist der Fuchs nur eins von mehreren Raubtieren, die Mäuse gerne fressen. Mauswiesel und Hermeline können jederzeit und überall auftauchen. Der schlanke und lange Körper dieser Raubtiere ist perfekt um in den Hölen der Nager rumzukriechen. Die größeren Iltisse und Nerze jagen robuster, indem sie die Höhlensysteme der Nager zerstören. Die Maushöhlen werden von Mardern, Füchsen, Marderhünden und Wölfen aufgegraben. Oberhalb des Schnees lauern Raben, Krähen und Mäusebussarde den Nagern auf. Vigo Kangars, Forscher

Die Elch- und Hirschbrunft

Zur Zeit ist in dem Nationalpark Slitere die Brunftzeit von Elchen und Rothirschen. In dieser Zeit stoßen die Bullen mit ihrem Geweih an Bäumen und Büschen und kratzen die Erde. Die Absonderungsdrüsen befinden sich auf den Beinen und Kopf und erlauben ihrTerritorium zu markieren. Die Bullen fangen schon ein paar Wochen vor der Brunft an, Löcher zu graben und reinzupinkeln um so die Hirschkuh für das Suchen zu stimulieren.Der Elch ist die größte Hirschart in der Welt. Die Körperlänge beträgt ungefähr 3m, die Halswirbelhöhe ist ungefähr 2m und das Gewicht bis zu einer halben Tonne. Man muss aber gestehen, dass zur Zeit so große Elche eine Seltenheit sind. Die Elchkuh ist kleiner und leichter. Die Rothirsche sind noch kleiner. Nur die Elch- und Hirschmännchen haben „Turnierwaffen“ – das Geweih. Sie lassen die Gegner erfurchten und die Weibchen im Wohlgefühl erzittern. Jeden Herbst, nach der Brunft, wirft der Elchbulle das Geweih ab und sie fangen erst im nächsten Frühling wieder zu wachsen, aber der Rothirsch behält sein Geweih bis zum März. Der Elch ist der größte Baumfresser von den lettischen Hirschen, sein Verdauungstrakt hat ein Volumen von 100l und ist speziell angepasst um die mit Zellulose reiche Masse zu verarbeiten. Die lange Schnauze und die russelartige Oberlippe sind sehr gut geeignet um Äste zu pflücken. Im Winter verbraucht ein ausgewachsener Elch 10-13 kg Holzpflanzen und im Sommer ungefähr 30-40kg Kräuter pro Tag. Rothirsche ernähren sich von neuen Baumtrieben, Blättern, Kräutern, Moos und ähnlichem, feinerem Futter. Bei der Brunft wird sehr viel Energie verbraucht und die Tiere magern stark ab. In strengen Wintern können dann auch starke Bullen sterben, die zu viel Energie der Brunft gewidmet haben und es nicht geschafft haben bis zum Winter wieder zuzunehmen.

Das Blaukehlchen – eine Seltenheit der lettischen Fauna!

Das Blaukehlchen Luscinia svecica ist eine Seltenheit der lettischen Fauna. Auch wenn es in ganz Europa und Asien nistet, kann man es bei uns meistens nur in der Zeit der Migration beobachten. Von den 10 Unterarten der Blaukehlchen hat man in Lettland bisher zwei getroffen – das Weißsternige Blaukehlchen Luscinia svecica cyanecula und das Rotsternige Blaukehlchen Luscinia svecica svecica. Die bebüschten Ufer von Flüssen, Seen und Teichen ist die beliebte Umwelt der Blaukehlchen. In der Literatur wird erwähnt, dass am Ende des 19. Jahrunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts diese Art reiclich auf den büschigen Inseln der Düna Mündung zu treffen war. Auch in der Nähe von Jelgava wurde sie oft beobachtet. Die am meisten beobachtete Art heutzutage – das weißsternige Blaukehlchen nistet regelmäßig in der Umgebung des Lubans Sees.

Diesmal hat das Filmteam das Glück gehabt das rotsternige Blaukehlchen zu filmen. Man sieht, wie es sich sprünghaft bewegt, zudem erstaunlich geschicklich. Es fliegt ungern und längere Flüge macht es nur in Notfällen. In der Litaratur wird erwähnt, dass Blaukehlchen sehr klug sind und auch ein gutes Gedächtniss haben. Wenn ein Mensch versucht hat es zu fangen oder sonst zu bedrohen, dann wird es sich von Menschen für immer fern halten. Die Blaukehlchen bauen ihr Nest auf dem Boden, wo sie schon Mitte Mai 6-7 Eier legen. Die Eier werden ungefähr zwei Wochen gebrütet. Nicht nur die Mutter, auch der Vater brütet. Später werden die Küken von beiden Eltern gefüttert.

Wölfe bei der Beute

Den Wölfen ist es gelungen einen einäugigen Hirschmännchen zu erlegen. Sein rechtes Auge ist ausgelaufen und die Wunde verheilt. Man kann nur raten, wie der Hirsch sein Auge verloren hat. Es ist kaum möglich zufällig auf einen Ast zu stoßen, da seine Augen von langen Vibrissen geschützt werden, die bei Berührung den Hirsch rechtzeitig über Gefahren warnen. Eine Möglichkeit ist, dass er das Auge beim schnellen Laufen durch den Wald verletzt hat, es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Wunde von einem Splitter einer Gewehrkugel entstanden ist. So ein einäugiger Hirsch ist für die Wölfe ein leichtes Ziel, weil die Augen des Hirsches an den Seiten des Kopfes sind und mit einem Auge nichts sehen bedeutet, dass der Hirsch nicht rechtzeitig auf der blinden Seite auf den Angriff der Wölfe reagieren kann. Die Wölfe reißen den Bauch des Tieres auf um die heißen, in der kalten Luft qualmenden, Eingeweide zu fressen. Wir denken gar nicht daran, dass die Wölfe so an warmes Essen kommen und deshalb fressen die Wölfe so gierig die Eingeweide von erlegten Tieren. Ein Rudel kann nie einen erlegten Hirsch ganz verzehren, deshalb kommen die Wölfe in den nächsten Tagen zu den Überresten zurück. Dieses mal ist ein Mensch bei der Beute gewesen und sein Geruch lässt den Wolf vorsichtig sein. Der mutigste ist ein alter Wolf, der den Mut hat näher an die Beute zu kommen. Die Anwesenheit der vorsichtigen Raben beruhigt die Wölfe, aber manchmal ärgern sie ihm, deshalb lässt der Wolf die Raben merken wer der Herr ist und verscheucht sie von der Beute. Raben werden manchmal als „Wolfsvögel” bezeichnet, weil sie mit den Wölfen eigenartig zusammenarbeiten. Die Raben zeigen den Wölfen, wo die Beute ist, indem sie über der Beute fliegen und Krächzen, seinerseits reagieren die Raben auf das Heulen der Wölfe. Die Raben wissen, dass nach der Mahlzeit der Wölfe noch immer einen üppig gedeckter Tisch für sie vorzufinden ist. Die weiter entfernten Kraniche werden nicht von den Wölfen gestört, aber dennoch reagieren sie auf ihre Nähe. Zuerst erscheint das Weibchen. Es hat einen kleineren Kopf und die Schnauze ist schlanker. Das Weibchen könnte schwanger sein, weil es einen runden Bauch hat. In dieser Zeit lebt das „alpha” Paar getrennt vom Rudel und das Weibchen entscheidet wo sie leben.

Die Ostschermaus

Der lateinische Name der Ostschermaus Arvicola terrestris bedeutet „Bewohner der Erde” und dieser Name ist sehr treffend für die Ostschermaus, denn sie verbringt den größten Teil ihres Lebens in selbst gegrabenen unterirdischen Hölen und sie ist ein typischer Vertreter der Nagetiere. Diese Art wird auch Wasserratte genannt. Wie schon der Name Wasserratte anmutet hat diese Art das Wasser gern. Im späten Herbst und Winter kann es aber vorkommen, dass sie weit entfernt wandern und sich an ‘trockenen‘ Kartoffelfeldern oder Obstgärten niederlassen. Hier graben sie dann Hölen wie ein Maulwurf. Ein Laie kann den Sandhaufen, den eine Ostschermaus angehäuft hat, mit dem Haufen des Maulwurfs verwechseln. Der Sandhaufen des Maulwurfs ist regelmäßig, mehr oder weniger rund, aber der Haufen der Wasserratte ist länglich. An steilen Ufern wird das Nest in Hölen eingerichtet, an tiefer gelegenen Orten richten sie kugelformige Nester in Riedgras ein. Im Winter befinden sich die Nester unter Schnee und nach der Schneeschmelze liegen sie, wie runde Graskugeln, in Wiesen. Die Ostschermäuse legen vor ihrer Höle einen Rasen an, nach dem man sehen kann, dass diese Höle von einer Wasserratte bewohnt wird – sie bilden eine kleine Fläche mit kurz abgenagtem Rasen. Am Ufer und auf dem Riedgras kann man ihre „Futtertische“ vorfinden. Das sind Plätze, wo Nahrung aus der Umgebung gebracht und gegessen wird. Nachdem man den köstlichen Teil verzehrt hat, lässt man den unschmackhaften Teil zurück und dieser bildet dann diese Futtertische.In den natürlichen Biotopen ernähren sich die Wasserratten von den Wurzelstöcken von Schilf, gelben Teichrosen, Rohr, Pfeilkraut, Riedgras Samen usw. Beliebt sind auch Insekten, Weichtiere und kleine Fische. Bei guten Lebensbedingungen paart sie sich Paar mal im Jahr und in einem Wurf kann es bis zu 10 Jungen geben. Wenn sie sich beträchtlich vermehren können sie Gärtnern schaden, aber man darf nicht vergessen, dass die Ostschermaus ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems ist. Sie graben Hölen, die Insekten, Amphibien und kleine Säugetiere als Zuschlupf nutzen. Die Wasserratte ist auch ein wichtiges Futter für Raubtiere und Raubvögel. Wir können mit Hilfe von den neuesten Technologien die Schäden der Wasserratte für die Landwirtschaft vermindern, aber wenn wir die Wasserratte ausrotten, werden wir unvermeindlich der Natur großen Schaden zufügen und wir würden eine wichtige und interresante Art verlieren.

Das Bachneunauge

Das Bachneunauge ist in Lettland verhältnismäßig weit verbreitet, aber man kann ihn nur am Anfang des Sommers bemerken, wenn es sich an den Laichplätzen sammelt. Das Bachneunauge ist ein Zeichen für reine Gewässer, es lebt nicht in unreinen Gewässern. In Lettland fehlt es noch nicht an reinen, unverseuchten Gewässern. In Westeuropa ist es eine seltene und besonders geschützte Art. Das Bachneunauge ist das kleinste von den drei in Lettland lebenden Neunaugenarten (es erreicht nur selten eine Länge von 20cm). Es unterscheidet sich von dem Flussneunauge und dem Meerneunauge damit, dass das Bachneunage in seinem Leben keine halbparasitäre Phase hat, in der die Flussneunaugen und Meerneunaugen sich an lebenden Fischen anheften um von deren Muskeln und Körperflüssigkeiten zu leben. Das Bachneunauge wandert nicht und verbringt sein ganzes Leben, dass höchstens 6-7 Jahre dauert, in einem Bach. Zudem verbringt das Bachneunauge die meiste Zeit seines Lebens im Larvenstadium, eingegraben im Schlamm des Baches. Hier ernährt es sich von Detritus, dass von den Überresten von Pflanzen und Tieren gebildet wird. Das Bachneunauge verlässt den sandigen und schlammigen Boden fast nie. Die Larve hat keine Augen und man kann sie leicht mit einem Wurm verwechseln. Nur am Ende seiner Lebenszeit verwandelt sich die Larve in das erwachsene Bachneunauge um, der Darm degeneriert sich, das Neunauge hört auf sich zu ernähren und alle seine Kräfte werden dem letzten großem Ziel gewidmet – dem Laichen. Es ist interessant, dass die Larven immer größer sind als die Erwachsenen. Manchmal laichen noch nicht erwachsene Tiere in ihrem Larvenstadium(Neotenie).

Das Bachneunauge beginnt am Anfang des Sommers zu laichen, wenn die Wassertemperaturen mindestens 150C sind. Als Laichplatz wird ein Stelle gesucht, wo der Wasserlauf schneller ist und der Boden kieselig. Hier machen die Männchen Laichgruben. Die Befruchtung geschieht, indem die Männchen sich an den Kopf der Weibchen ansaugen und sich ihre Körper zusammenwinden.

Die Menschen essen das Bachneunauge nicht, weil das Sekret der Hautdrüsen giftig ist und das Gift sich bei Hitze nicht auflöst.

Rehe im Winter

Das Reh ist die kleinste Hirschart in Lettland und es frisst feineres Futter als ein Rothirsch oder Elch. Im Winter ernährt es sich von Heidelbeerkräutern, Heidelkräutern, kleinen Ästen, Baum- und Farnknospen, manchmal gelingt es unter dem Schnee Triebe von Kräutern zu finden. Bei großem Hunger fressen Rehe auch Stroh und Grass vom vorigen Jahr. Der Schnee erschwert ihre Bewegungen und das Finden von Futter. Eine Schneedecke von 30-40cm ist eine schwere Belastung. Um an das Futter, das unter der Schneedecke liegt, zu kommen, muss das Reh den Schnee abkratzen. Stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn sie Schnee mit dem Stiel der Schaufel und nicht mit der Schaufel graben müssten. Die dünnen Beine des Rehs sind nicht für so eine Arbeit geeignet, deshalb muss das Tier zu viel Energie verbrauchen. Für ein erfolgreiches überwintern ist es wichtig, dass die Schneedecke nicht lange bleibt, je kürzer die Zeit, je besser. Sehr gefährlich ist die Schneekruste, in der die Rehe die Beine verletzen können. Wenn im Winter der Schnee gefroren und hart ist, können die Rehen frei über den Schnee laufen, deshalb ist es für sie so günstiger. Der harte Schnee und Eis erlaubt den Rehen Äste zu erreichen, die über Teiche und andere zugefrorene Wässer hängen und die für sie in anderen Jahresezeiten nicht erreichbar sind. Jetzt können sie ungenutzte Nahrungsorte nutzen. Rehe besuchen gerne auch Friedhöfe, wo sie von den immergrünen Nadelbäumen und Blumen weiden und so für Ärger bei den Besuchern sorgen. Auch Obstgärten sind beliebte Ziele bei Rehen, hier fressen sie Knospen und Triebe von Beerensträuchen und Obstbäumen. Rehe können keine Rinde von Bäumen verzehren. Im Winter kommt es vor, dass die Rehe mit ausgelegtem Stroh, Möhren und Bete gefüttert werden. Man muss sich daran erinnern, dass Rehe, die sich daran gewöhnt haben, auch nach dem Winter hier Futter suchen werden. Deshalb muss man sich ordentlich überlegen ob man eine Futterstelle im eigenem Hof einrichten will. Die Anbindung an bewohnte Orte ist eine Bedrohung für die Rehe selbst. Sie werden von Transportmitteln bedroht sowie von Hunden und manchmal auch Wilderern.

Das Reich der Birkhähne

Die Balz der Birkhähne im Bažu Sumpf des Nationalparks Slitere ist die größte in Europa. Im Jahr 2009 haben hier 66 Männchen der Birkhähne gebalzt. Die Landschaft und der strenge Naturschutz hat Slitere den Titel Reich der Birkhähne gesichert. Birkhähne balzen im frühem Frühling. Die Männchen versammeln sich an den Balzplätzen von weit her. Hier markieren sie ihre Territorien, die sie dann auch verteidigen. Als Grenzpfähle dienen Mooshügel, kleine Bäume und Grassdickichte. Die besten Territorien sind in der Mitte des Balzplatzes. Alle versuchen einen Platz nahe der Mitte zu besetzen, deshalb sind im Zentrum des Balzplatzes die Territorien kleiner, aber im Randgebiet größer. Die Männchen fauchen, kullern, demonstrieren ihr prächtiges Federkleid und drohen einander mit einem besonderen Warnruf. Das alles wird für die bescheiden gekleideten Weibchen gemacht, deshalb wächst die Intensität dieser Bemühungen, wenn die Weibchen ankommen. Die Weibchen versuchen im Zentrum zu landen, wo die Dichte der Männchen am größten ist. Die Weibchen wählen ein Männchen zum paaren aus. Meistens sind es ein paar der aktivsten Männchen der ganzen Balz. Nach der Befruchtung wählen die Weibchen ein Nistplatz in und brüten alleine. Auch wenn die Weibchen schon angefangen haben zu brüten, balzen die Männchen weiter. Wenn ein Weibchen die Eier verliert kann es wieder zur Balz gehen und sich nochmals befructen.

Die Kreuzotter

Die Kreuzotter ist die einzige giftige Schlange in Lettland. Die Kreuzotter kann man schon nach der Überwinterung früh im Frühling treffen, wenn die Erde noch gefroren ist und die anderen Schlangenarten noch schlafen. Dies ist ein Kreuzotter Männchen. Die Männchen sind meist bläulich und grau gefärbt, die Weibchen in braunen Tönen, aber an manchen Orten ist mehr als die Hälfte der Kreuzottern schwarz gefärbt. Die Kreuzotter ist eine phylogenetisch neue Art, deshalb kann man verschiedenfarbige Kreuzottern treffen, z.B., eine Hälfte der Schlange ist hell, die andere schwarz. Über ihre Anwesenheit warnt die Kreuzotter mit lautem Zischen. Es ist nicht zu raten eine Kreuzotter zu ärgern und so ihre Energie zu verschwenden, weil sie ihre Kräfte für die Brunst, die im Frühling passiert, sparen muss. Man darf nicht vergessen, dass die Kreuzotter nicht gerne beißt, da das Bilden des Gifts sehr energieaufwendig ist und sie mehrere Tage braucht um die Giftvorräte zu erneuern.

Der Bieber – ein ungewöhnlicher Nager

Der Bieber ist ein Nager mit einer ungewöhnlichen Fähigkeit. Er kann, wie der Mensch, die Umwelt verändern und für sich anpassen. Der Bieber baut Dämme, die Wasser stauen und Stauseen bilden. So kommt er an Nahrung und hat einen sicheren Schutz im Notfall, denn nur im Wasser fühlt sich der Bieber unbedroht. Auf dem Festland kann es Opfer vom Wolf oder Luchs werden. Der Blick des Biebers ist nach oben gewandt, und durch das Heben und Senken der Schnauze versucht er nahende Gefahren zu wittern. Beim Eintauchen schliessen sich die Ohren und die Nasenlöcher, der breite schuppige Schwanz dient beim Tauchen und Schwimmen als Steuer. Wenn der Bieber Gefahr fühlt taucht er runter und dabei schlägt er mit dem Schwanz laut auf das Wasser um andere Bieber zu warnen. Sonst taucht der Bieber sehr elegant und fast unhörbar. Die Schneidezähne des Biebers wachsen während seinem ganzen Leben, deshalb ist das Nagen am Holz wichtig, um die Schneidezähne auf der richtigen Größe zu halten. Der Bieber kann seine Lippen hinter den Schneidezähnen zusammenpressen und deshalb auch unter Wasser nagen.