Der Waldkauz – Vogel des Jahres 2011

Zum lettischen Vogel des Jahres 2011 wurde der Waldkauz Strix aluco nominiert. Es ist die am meisten vorkommende Eulenart in Lettland. Auch wenn bei dem Namen Waldkauz „Wald“ vorkommt kann man ihn öfter in Parks, Aleen oder Friedhöfen, als im Wald, vorfinden. An solchen Orten gibt es mehr große Bäume mit geeigneten Höhlungen. Dies ist das 16. Jahr in dem man einen Vogel des Jahres in Lettland wählt. Laut dem Vorsitzenden des Vorstandes des lettischen Ornithologie Vereins Viesturs Ķerus wurde bisher die Aufmerksamkeit bei dieser Veranstaltung den seltenen und besonders geschützten Vögeln geschenkt, aber dieses Jahr wurde eins der gewöhnlichsten Nachtvögel gewählt um den Menschen Anlass zu geben zu bedenken wieso denn der Waldkauz keinen Platz mehr in den Wäldern hat und um in dem ,von der UNO verkündigten, Jahr des Waldes dem Waldkauz helfen zurück in die Wälder zu finden. Die Organisatoren dieser Veranstaltung, der lettische Ornithologie Verein und das Amt für Naturschutz, bittet die Gesellschaft künstliche Baumhöhlungen zu bilden und zu verteilen um so Nester für die Eulen zu bilden. In strengen und schneereichen Wintern ist es schwer für die Eulen Nahrung zu bekommen, weil die dicke Schneedecke und die Schneekruste es schwer macht an die Mausartigen Nager zu kommen, die ihren Winter gemütlich unter der Schneedecke verbringen. Genau so ein Winter war im Jahr 2009/2010. Vielerorts wurden in den Städten und Wäldern ausgezehrte und tote Eulen gefunden.Wenn Sie im Winter eine furchtlose Eule finden sollten Sie sie am besten wieder in eine Fichte oder anderen Baum legen, wo keine Hunde, Katzen an sie rankommen und sie auch unsichtbar für Krähenartige Vögel ist, weil sie Nachtvögel nicht mögen. Aber immer auf die Krallen aufpassen! Aber wenn Sie im Sommer die Jungen einer Eule finden dürfen Sie sie nicht irgendwo wegtragen und „retten“. Man muss sich immer daran erinnern, dass die Eulenjungen das Nest schon vor dem erlernen des Fliegens verlassen, deshalb wäre das beste in solch einer Situation die kleinen Eulenjungen auf einen Baumast zu setzen. Die Eltern der Jungen sind in der Nähe und beobachten Euch!

Das Wildschwein

Der Winter ist eine wichtige Prüfung im Leben eines Wildschweins. Bei einer Schneedecke von 30 bis 40 cm wird die Fähigkeit der Wildschweine sich zu bewegen und Nahrung zu suchen wesentlich beeinträchtigt. Bei solchen Umständen versucht das Wildschwein sich wenig zu bewegen und sein Lager in der Nähe von Futterplätzen einzurichten. Eine besondere Art der Anpassung ist die bildung von Pfäden. Der Schnee wird durch viel Stampfen sehr dicht und erleichtert so den Wildschweinen sich zwischen Futter- und Entholungsorten zu bewegen. Diesen Winter ist die Erde unter dem Schnee nicht gefroren und das ist wichtig, weil das Wildschwein die Erde immer umwühlen muss um zu fressen. Beim wühlen in gefrorener Erde kann das Wildschwein seine Hauer abbrechen. Auch in der ungefrorenen Erde rumzuwühlen ist keine leichte Aufgabe, denn sie müssen immer Wurzeln von Bäumen durchreisen oder durchkauen um überhaupt an das Futter zu kommen.Die Wildschweinmännchen werden Eber genannt und sie leben alleine. Das Wildschwein Rudel wird daher meist von den Weibchen gebildet. In einem Rudel können mehrere Weibchen mit ihren Jungen, ihren Töchtern von früheren Würfen und Elternlose Jungen sein. Die erwachsenen Wildschweine wühlen beim suchen des Futters große Flächen auf und nachher wühlen da die Jungen. Die Jungen können ohne die Hilfe der Erwachsenen nicht durch den Schnee graben, denn sie würden zu viel Energie verlieren und sterben. In der Walderde gibt es viele fressbare Sachen, wie z.B., Wurzeln und Wurzelstöcke von Pflanzen, Insektenlarven und Puppen und Würmer. Sie fressen auch Spitzmäuse und mausartige Nager. Im Winter, wenn die Erde noch nicht gefroren ist, kann man viele Würmer nah an der Oberfläche finden und sie sind deshalb ein sehr wichtiges Futter. Maulwürfe bilden im Untergrund Vorräte von Würmern in dem sie diese durch einen Biss paralysieren. So einen Vorrat zu finden ist für die Wildschweine ein großes Glück, aber noch den Maulwurf dazu zu kriegen ist schon doppeltes Glück. Im Winter essen sie auch gestorbene Tiere. Die erwachsenen Wildschweine sind am wichtigsten für die Population, deshalb essen sie zuerst. Ein aufdringlicher Ferkel wird einfach vertrieben. Die Ferkel wissen das und suchen ihre Nahrung weiter weg, in der Peripherie. Deshalb ist es auch leichter für die Raubtiere die unwichtigen Ferkel zu fangen, als die wichtigen Erwachsenen. Im Winter richten sich die Wildschweine ein warmes Lager ein. Sehr weich sind die Lager von den Weibchen. Die Lager werden von zugänglichen Material gefertigt, nämlich, Tannenäste, kleine Tannen, Heidekräutern, Heidelbeerkräutern, Rohr und trockenes Grass. Diese warmen Lager helfen den Ferkeln Energie zu sparen und sie nicht für „Heizung“ zu verbrauchen.

Der Baummarder

Die Leiche eines im Winter gefallenen Tieres sichert für viele Vogel- und Tierarten das Überleben. Sie müssen sich dann eine längere Zeit keine Sorge um Nahrung machen. In unseren Breitengraden ist es nichts ungewöhnliches, dass Raubtiere sich im Winter von Aas ernähren. Es ist eine wichtige Futterquelle. Im Dickicht des Waldes kommen die Tiere auch am helligten Tag um vom Aas zu essen, aber an offenen Orten werden sie es nur in der Nacht wagen von dem gefallenen Tier zu fressen. Eins von den gewöhnlichsten Tieren, dass man an solchen Orten beobachten kann ist der Baummarder (Martes martes). Diese Art ist in Lettland und auch im Nationalpark Slitere sehr verbreitet. Ein Baummarder ist ungefähr einen halbem Meter lang, wiegt 0,8-2,2kg und hat einen braunen Pelz. Im Winter wirkt ein Baummarder bläulich grau, weil sein Flaumhaar sehr dicht ist. In der Wamme hat er einen hellen Fleck dessen Farbe von hellen gelb bis grellen orange liegen kann. Der Baummarder hat lange und mit scharfen Krallen bewaffnete Finger. Mit ihnen kann der Baummarder geschickt auf Bäume klettern und nicht in den Schnee versinken. Die Männchen sind schwerer als Weibchen, deshalb halten sie sich mehr auf dem Boden auf. Weibchen sind leichter und bewegen sich sehr geschickt indem sie von Baum zu Baum springen.Der Baummarder hat eine vielseitige Ernährung. Im Sommer frisst er mehr Insekten, Amphibien, Reptilien, kleine Inektenfresser, mausartige Nager, Vögel, Beeren und Obst. Wenn es wenige mausartige Nager gibt werden Eichhörnchen und Vögel vermehrt gefressen. Der Baummarder frisst auch gerne Honig und er sucht nicht nur Hummelnester, aber bei Gelegenheit besucht er auch Bienengärten. Im Winter frisst er zu 30-40% Aas. Ein Baummarder kann auf einmal ungefähr 100g Fleisch essen. An einem Tag muss er 1/5 seine Gewichts zu sich nehmen. Um an so viel Nahrung zu kommen muss sich der Baummarder mächtig ins zeug legen. Im Winter ist das Jagdrevier eines Baummarders größer als 10km2. Wenn er Pech bei der Jagd hat muss er manchmal um die 30km rennen, deshalb ist ein gefallenes Tier sehr wichtig. Wenn der Baummarder gegessen hat läuft er gleich zu seinem Lager um zu schlafen. Meistens macht er sein Lager unter Baumwurzeln, Baumstümpfen, in Baumhöhlungen oder in Eichhörnchen Höhlen. Bei gutem Wetter kann er in Nestern von größeren Vögeln schlafen, aber bei großem Frost macht er sein lager unter dem Schnee. Wenn es viele Baummarder gibt, dann jagen sie in einem und denselben Territorium an verschiedenen Zeiten. Um sich vor Konfliikten zu schützen kommunizieren sie indem sie Duft hinterlassen. Die Baummarder markieren ihr Territorium mit Exkrementen, durch das Urinieren und reiben von Analdrüsen an Ästen, Boden und auch Schnee. Beim Fressen darf man nie die Wachsamkeit verlieren, deshalb steht von Zeit zu Zeit auf seinen Hinterbeinen auf und schaut herum. In Westeuropa ist der Baummarder ein seltenes Tier, aber in Lettland gibt es viele. Strenge Winter mit vielen gefallenen Tieren sind ein Fest für die Baummarder.

Das fliegende U-Boot – die Wasseramsel

Der Winter ist die Zeit, wo man an schnellen und an Stromschnellen reichen Flüssen, eins von den einzigartigsten Vögeln Lettlands treffen kann – die Wasseramsel. Meistens überwintern sie in Lettland, aber manchmal nisten sie auch. Schon Ende Oktober beginnen sie von Skandinavien in den Süden zu migrieren und fliegen auch über Lettland. Es wird geschätzt, dass ungefähr 400 Wasseramseln in Lettland überwintern. Das Interresanteste bei ihnen ist ihre Kunst unterwasser Futter zu fangen. Ihre Federn sind mit einer Fettschicht bedeckt, die dem eiskaltem Wasser nicht erlaubt an den Körper zu kommen und die Nasenlöcher und Ohren sind mit Hautklappen abgedeckt. Um an Nahrung zu kommen taucht die Wasseramsel gegen den Strom und macht die Flügel auf, somit wird sie gegen den Flussboden gedrückt. In dem Moment, wo sie sich in Richtung des Stroms dreht, wird sie wie ein Sektkorken an die Oberfläche geschossen. Die kurzen, stumpfen Fußfinger sind sehr gut geeignet um den Boden aufzuwühlen und Futter zu suchen. Sie essen verschiedene Wirbellose Tiere , wie die Larven von Köcherfliegen, Eintagsfliegen und Schlammfliegen. Die Wasseramsel wird in Lettland bis Ende März antreffbar sein und dann wieder zurück zu ihren Nistplätzen an den Ufern von skandinavischen Bergflüssen fliegen.

Ein Festessen für den Fuchs

In dieser Nacht hatte der Elch kein Glück. Wölfe haben ihn in den Moor gejagt. Der Bulle war erschöpft, aber noch wichtiger – er war bis zum Bauch in dem Moor versunken und konnte seine wichtigsten Waffen, die Vorderbeine, nicht benutzen. Ein Tritt dieser Vorderbeine kann schon tödlich für den Wolf sein. Für den Elch bedeutet das eine Tragödie und das Ende, aber für andere das pure Glück. Von den Überbleibseln des Elchs konnten viele Raben, Krähen, Elstern und Adler sich eine Woche ernähren. Auch Marder, Füchse und Marderhünde. Das Fuchspaar, in dessen Territorium das Festessen aufgedeckt wurde, hatten am meisten Glück.

Der Fuchs im Morgengrauen

Schon wieder ist die Erde von Schnee bedeckt. In den Wäldern von Slitere hat jedes Tier seinen Platz in der ewigen Nahrungskette. Hier sehen wir einen Hirsch, der von Wölfen gerissen wurde und somit dem Fuchs das Leben erleichtert. Der Fuchs nährt sich im Morgengrauen an dem gefallenen Tier. Langsam wird es hell und die Kamera fängt an zu filmen, aber der Fuchs hat schon fast seine Mahlzeit beendet. Es sind nur wenige Aufnahmen im Morgengrauen gelungen. Als nächste, bei dem gefallenen Tier,werden die Vögel sein.

Der Steinadler

Der Steinadler nähert sich sehr vorsichtig der verdächtig aussehenden Nahrung. Er landet in einer sicheren Entfernung und schätzt die Situation ein (Füße oberhalb des Bilds), dann, wenn er keine Gefahr sieht, fängt er an zu fressen. In diesem Winter können die Adler sehr wählerisch sein, weil es viele gefallene Tiere gibt.Dieser Adler hat beschlossen, dass er etwas besseres kriegen kann und fliegt weg.

Ein Seeadler findet Nahrung

Der Seeadler kann durch das beobachten von Krähen den Ort bestimmen, wo Nahrung ist. Dies ist ein drei Jahre alter Adler. Er erkundet das Territorium und überzeugt sich, dass alles sicher ist. Ein Eichelhäher nutzt die Chance, dass der Adler weg ist und landet auf dem Aas. Ein Eichelhäher wird als echter Waldvogel niemals die Chance vertun, bei einem gefallenen Tier zu schmausen. Der Adler kehrt zurück. Beim ersten Ankommen am Aas ist er sehr vorsichtig. Ein Adler kann in kürzester Zeit viel Fleisch essen, deshalb kann er seltener essen als kleine Vögel und sich die Zeit lassen um Ausschau zu halten.

Raben, die Erkunder

Gefallene Tiere werden meist zuerst durch das lokale Rabenpaar entdeckt. Raben verstecken meist Nahrung mehrere hundert Meter von dem Köder. Das sind Futterreserven für schlechtere Tage. Eine Kohlmeise springt herum. Interessant ist, dass sie seperat von einem Schwarm, in dem sie sicherer wäre, ist. Das ist wohl die Schuld des Wetters, das die Tiere zwingt ihre Gewonheiten aufzugeben. Eine Meise kann bis zu 10% ihres Gewichtes in einer Nacht verlieren, aber diese Meise hat gegessen und wird nicht erfrieren.

Adler und andere Vögel im Nationalpark Slitere

Um den Stand der Populationen von den als bedroht angesehenen baltischen Seeadlern zu erfahren, hat man 1976 in Schweden ein internationales Beringungsprogramm gestartet, in dessen Rahmen Adler mit farbigen Ringen beringt werden. Mit Hilfe von optischen Vorrichtungen kann man sie von weit her lesen. Die erhaltenen Daten helfen der Verbreitung der Vögel, ihren Überlebenschancen und anderen Größen, die die Population beschreiben, zu folgen. Um die Adler anzulocken benutzt man gefallene Tiere, von denen sich die Adler gerne ernähren. Bei diesem Programm sind die Länder des Baltischen Meers, Norwegen und Weißrussland beigetreten. Lettland ist im Jahr 1984 beigetreten.Das ablesen der Ringe wurde im Nationalpark Kemeri angefangen, Die Spezialisten vom Nationalpark Slitere sind 2008 beigetreten.Gleich bei der Gelegenheit haben wir beschlossen eine Webcam an den Orten aufzustellen, wo die Adler angelockt werden. Damit haben Sie die Möglichkeit einen Blick in die Welt dieser großen Vögel zu werfen. Der Seeadler – der größte von den in Lettland vorkommenden Adlern. Die Spannweite der Flügel beträgt bis 2,4m. Beim Fliegen sind die Flügel auffallend weit. Das Gefieder ist braun. Erwachsene Vögel haben einen weißen Schwanz, die jüngeren haben bunte Schwanzfedern, die Enden der Steuerfedern haben einen dünkleren Strich. Der Schwanz ist keilförmig (nachschauen im Handbuch für die Feststellung von Seeadlern. Benutzte Litaratur: Svensson L., Grant P.J., Mullarney K., Zetterström D. 1999(a). Collins Bird Guide: the Most Complete Field Guide to the Birds of Britain and Europe. HarperCollinsPublishers, London). Er ernährt sich von Fischen, Vögeln, Säugetieren. Im Winter gerne auch von gefallenen Tieren. Er jagt von seinem Beobachtungsplatz aus oder in einem tiefen Flug. Der Steinadler – ein bisschen kleiner als der Seeadler. Die Spannweite der Flügel ist bis 2,2m. Das Gefieder ist dunkelbraun, der Kopf und der Nacken goldgelb. Der Schwanz ist abgerundet. Bei den Jungen, die noch nicht Geschlechtsreif sind, ist der Schwanz hell mit einem dunklen Rand. Bei den Erwachsenen sind die Schwanzfedern grau mit dunklen Strichen (nachschauen im Handbuch für die Feststellung von Steinadlern. Benutzte Literatur: Svensson L., Grant P.J., Mullarney K., Zetterström D. 1999(a). Collins Bird Guide: the Most Complete Field Guide to the Birds of Britain and Europe. HarperCollinsPublishers, London). Ernährt sich von Vögeln und Säugetieren und im Winter auch von gefallenen Tieren. Die Steinadler und Seeadler fangen nicht früher als ab dem fünften Lebensjahr an zu nisten. Die Adlerweibchen sind größer als die Männchen. Im Winter wandern die Adler weit. Die im Nationalpark Slitere getroffenen Tiere wurden in Estland, Finland und Litauen beringt. Für Adler ist das Sehvermögen sehr wichtig. Adler haben verhältnissmäßig große Augen (siehe Bild). Eine mächtige Waffe sind die langen, mit kräftigen Krallen bestückten Füße. Nachdem der Adler seine Beute gepackt hat, lässt er seine Krallen in das Opfer und durch das rhythmische bewegen der Finger lässt er die Krallen tiefer einsinken. Der Schnabel ist nur ein „Haken für das Abreißen von Fleisch“. Gefallene Tiere versorgen den Adler mit leicht zugänglicher und qualitativer Nahrung. Ein Aas muss nicht mehr gefangen werden, noch dazu ist es ausgeschlossen ein Trauma zu bekommen, wie es sonst bei der Jagd passieren kann. Deshalb passiert es öfters, dass bei einem gefallenen Tier mehrere Adler auftauchen in der Hoffnung leicht an Nahrung zu kommen. Hier fängt dann die Konkurrenz um den besten Platz am „Tisch“ an. Den Vorrang haben meist die älteren und stärkeren Vögel, aber es gibt auch Ausnahmen. Die Beziehungen zwischen den Adlern macht das Beobachten von Adlern zu einer fesselnden Beschäftigung.

Das Leben im Schnee

Die großen Säugetiere hat schon jeder von uns mal beobachtet, sei es nur vom Fenster des Autos, aber wie leben die kleinen Tiere: Insektenfresser – Spitzmäuse und Maulwürfe, Nager – Rötelmäuse und Mäuse und kleine Raubtiere, mit der Schneedecke zusammen? Beim Skifahren durch den Wald kann man öfters die kleinen Fußspuren überqueren.Maulwürfe sind den ganzen Winter aktiv. Sie nutzen die Gelegenheit über der Erde zu leben und richten ihre Hölen direkt unter der Schneedecke ein. Sie ernähren sich weiter von Regenwürmern und Insekten und jagen sie in dem leblosen Bden. Von einem Nahrungsgebiet ins andere bewegen sie sich über Gänge, die im Schnee eingerichtet sind. Wegen dem schnellen Stoffwechsel der Spitzmäuse müssen sie immer in Bewegung bleiben und Nahrung suchen. Diese Tiere graben selber keine Gänge im Schnee, aber sie benutzen leere Hölen unter Baumstümpfen, gefallenen Bäumen und die Hölen von kleinen Nagern. Manchmal überwinden sie größere Strecken oberhalb des Schnees. Das ist riskant, nicht nur, weil Raubtiere sie erspähen und fangen könnten, aber auch, weil bei starkem Frost die Spitzmaus sich nur wenige Minuten auf der Schneekruste befinden darf, sonst erfriert sie. Nach den thermodynamischen Gesetzen – ein kleinerer Körper kühlt schneller ab. Auch viel größere Spitzmäuse, die in sehr starken Frost oberhalb der Schneedecke kommen, erstarren. An Orten, wo die Schneedecke lange bleibt, ist sie durchgehend mit Hölen von Nagern durchworren. Wenn neuer Schnee schneit werden die Ausgänge an die Oberfläche erneuert. Sie dienen als Lüftung für das Hölensystem. Unter dem Schnee fühlen sich die Nager sogar so wohl, dass sie sich paaren. In den Schneehölen häuft sich Nahrung an und bildet eine eigentümliche Armatur. Im Schnee gebildete Hölen und Lager vereisen. Der vereiste Schnee kann die Höhle einer Maus sogar vor Füchsen schützen. Wenn sich eine Schneekruste bildet müssen die Füchse andere Nahrungsquellen suchen, weil die Schneekruste es nicht erlaubt mit einem Stoß durch die Schneedecke in die Höle der Maus zu kommen. Wenn es ungenügend alternative Nahrungsquellen gibt, fangen die Füchse an zu hungern, auch wenn unter dem Schnee es viele Mäuse gibt. Natürlich ist der Fuchs nur eins von mehreren Raubtieren, die Mäuse gerne fressen. Mauswiesel und Hermeline können jederzeit und überall auftauchen. Der schlanke und lange Körper dieser Raubtiere ist perfekt um in den Hölen der Nager rumzukriechen. Die größeren Iltisse und Nerze jagen robuster, indem sie die Höhlensysteme der Nager zerstören. Die Maushöhlen werden von Mardern, Füchsen, Marderhünden und Wölfen aufgegraben. Oberhalb des Schnees lauern Raben, Krähen und Mäusebussarde den Nagern auf. Vigo Kangars, Forscher

Der Habicht

In dem Video kann man sehen, wie der Habicht Accipiter gentilis sich an einem vom Wolf getöteten Hirsch nährt. Für ihn ist es gefährlich auf dem Boden zu sein, deshalb späht er beim reißen der Fleischteile behutsam die Gegend um sich.Den Habicht kann man in Lettland ziemlich oft antreffen, aber ihre Anzahl ist wesentlich kleiner als in der ersten Hälfte des 20. Jahrunderts. Von 1901 bis 1944 gab es sogar Prämien für einen erschossenen oder gefangenen Habicht. Der Habicht galt als „schädlich“, weil er ein regelmäßiger „Besucher“ der Einzelhöfe war.

Die Ornitholgen meinen - die Anzahl der Habichte hat sich deshalb verringert, da in den 90iger Jahren die Viehfarmen der Kollektivwirtschaften geschlossen wurden. Nicht weit von den Farmen waren immer viele Vögel, die der Habicht als Nahrung genutzt hat, wie z.B. die Taube. Im Durchschnitt gab es einen Habicht pro Farm, der in der Nähe gewohnt hat und sich auch ernährt hat. Nach dem Schliessen der Farmen mussten die Habichte andere Orte für Nahrung suchen,, deshalb kann man sie heute öfters in Stadtgebieten treffen, wo sie geschickt Tauben, Krähen und andere Vögel jagen.

Zur Zeit nisten in Lettland 2000-3000 Paare, aber 4000-5000 Vögel überwintern. Das kann man damit erklären, dass Vögel von Populationen im Norden und Osten nach Lettland fliegen um zu überwintern.

Rehe im Winter

Das Reh ist die kleinste Hirschart in Lettland und es frisst feineres Futter als ein Rothirsch oder Elch. Im Winter ernährt es sich von Heidelbeerkräutern, Heidelkräutern, kleinen Ästen, Baum- und Farnknospen, manchmal gelingt es unter dem Schnee Triebe von Kräutern zu finden. Bei großem Hunger fressen Rehe auch Stroh und Grass vom vorigen Jahr. Der Schnee erschwert ihre Bewegungen und das Finden von Futter. Eine Schneedecke von 30-40cm ist eine schwere Belastung. Um an das Futter, das unter der Schneedecke liegt, zu kommen, muss das Reh den Schnee abkratzen. Stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn sie Schnee mit dem Stiel der Schaufel und nicht mit der Schaufel graben müssten. Die dünnen Beine des Rehs sind nicht für so eine Arbeit geeignet, deshalb muss das Tier zu viel Energie verbrauchen. Für ein erfolgreiches überwintern ist es wichtig, dass die Schneedecke nicht lange bleibt, je kürzer die Zeit, je besser. Sehr gefährlich ist die Schneekruste, in der die Rehe die Beine verletzen können. Wenn im Winter der Schnee gefroren und hart ist, können die Rehen frei über den Schnee laufen, deshalb ist es für sie so günstiger. Der harte Schnee und Eis erlaubt den Rehen Äste zu erreichen, die über Teiche und andere zugefrorene Wässer hängen und die für sie in anderen Jahresezeiten nicht erreichbar sind. Jetzt können sie ungenutzte Nahrungsorte nutzen. Rehe besuchen gerne auch Friedhöfe, wo sie von den immergrünen Nadelbäumen und Blumen weiden und so für Ärger bei den Besuchern sorgen. Auch Obstgärten sind beliebte Ziele bei Rehen, hier fressen sie Knospen und Triebe von Beerensträuchen und Obstbäumen. Rehe können keine Rinde von Bäumen verzehren. Im Winter kommt es vor, dass die Rehe mit ausgelegtem Stroh, Möhren und Bete gefüttert werden. Man muss sich daran erinnern, dass Rehe, die sich daran gewöhnt haben, auch nach dem Winter hier Futter suchen werden. Deshalb muss man sich ordentlich überlegen ob man eine Futterstelle im eigenem Hof einrichten will. Die Anbindung an bewohnte Orte ist eine Bedrohung für die Rehe selbst. Sie werden von Transportmitteln bedroht sowie von Hunden und manchmal auch Wilderern.

Ein Hirsch im Obstgarten

Für die Rothirsche ist der harte Winter eine schwere Prüfung, weil das Baltische Klima für sie wegen der schneereichen Winter nicht günstig ist. Jetzt, wo der Schnee gefroren ist, können die Hirsche sich leicht auf dem Schnee bewegen und von Wölfen und Hunden fliehen. Im Sommer fressen Rothirsche verschiedene Kräuter, aber im Winter kleine Büsche, Holzrinde und Triebe. Eine dünne Schneedecke können sie aufkratzen um an Moos zu kommen, aber mit einer dicken oder gefrorenen Schneedecke werden sie nicht fertig. Weiden, Faulbäume, Espen, Birken, auch Wacholder, Kiefern und Fichten stehen auf der Speisekarte des Rothirsches. Äste, Nadeln, Rinde – alles ist nutzbar. Der Rothirsch, wie auch andere Wiederkäuer, hat ein kompliziertes Verdauungssystem mit einem vierteiligen Magen, in dem Zellulose von einer Bakterien-, Pilz- und Einzeller-Armee zersetzt wird. Zusammen mit der Masse von Pflanzen werden auch diese Kleinlebewesen verdaut und von ihnen bekommen die Hirsche unersetzbare Aminosäuren. Der Rothirsch frisst junge Pflanzenteile, da sie voll mit Proteinen und Zucker sind, aber, verglichen mit dem Sommermenü, reicht das alles nur für das überleben. Kulturpflanzen sind besonders begehrt, weil sie weicher und saftiger als wilde Gewächse sind, deshalb besuchen die Rothirsche bei jeder Gelegenheit Obstgärten. Meistens geschiet das im Schutz der Dunkelheit. Diese Entscheidung wird auch darin bestärkt, dass die kleinen Äste des Apfelbaums sehr brüchig sind. Das Reh, der Rothirsch und der Elch haben ein gemeinsames anatomisches Merkmal – sie haben Schneidezähne nur im Unterkiefer. Mit dem zahnlosen Oberkiefer wird der Ast an den unteren Kiefer rangepresst und abgerißen. Je brüchiger der Ast, desto leichter ist es ihn abzureißen.Der Rothirsch weiss genau, dass der Aufenthalt im Garten gefährlich ist, deshalb unterbricht er das Essen und hört aufmerksam der Umgebung zu. Das Geweih der Rothirsche stört die Äste im inneren der Baumkrone zu erreichen. Die Weibchen und Jungen haben dieses Problem nicht. Es ist nicht mehr lange, und die Männchen werden ihre Hörner abwerfen, und Mitte März werden die alten Männchen ihre Pracht verloren haben. Die Jüngeren Männchen verlieren ihre Hörner im Mai.

Roe deer in winter

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Roe deer is the smallest deer in Latvia. In winter roes feed on small branches, tree and fern buds and sometimes they manage to find browse of caulescent plants. If they can’t find anything else, they eat also last year’s grass and hay. Snow is a great obstacle for roes in finding food. Even 30-40 cm thick snow is a nuisance as they have to scratch the snow off to get to the food. Imagine how you would feel, if you had to clear snow with haft of the spade instead of spade itself. Roes have very thin legs that are not suitable for such work, so it spends too much energy. To spend winter successfully it is very important that the snow cover doesn’t stay too long. Crust is extremely dangerous as roes cut up their legs.
This winter was quite good for the roes as the snow was frozen and very strong so animals were able to walk across it. As everything is covered with ice they can easily access osiers growing by ponds and other water body. If they have the possibility, they are eager to visit graveyards, where they can find different coniferous trees and cut flowers. People usually are not very happy about that.
Orchards are another place where roes can find something to eat. Instead of eating bark they mostly choose browse and buds of fruit trees and berry bushes. Sometimes people leave hay, carrots and beets for animals to eat. But before you left something for them in your garden, you have to understand that roes tend to look for food close to settlements not only in winter but in summer too. Roes are risking their life by coming to villages as they can get in a car accident, they have to watch out from dogs and sometimes poachers.

httpv://www.youtube.com/watch?v=C444UIlxZN8
httpv://www.youtube.com/watch?v=jVUEAetZgv4&feature=related

Stirnas ziemā

Stirna ir mazākais Latvijas briedis un barība, ko tā ēd ir smalkāka nekā staltbriedim un alnim. Ziemā tās barojas ar mellenājiem, viršiem, sīkiem zariņiem, koku un paparžu pumpuriem, reizēm tām izdodas zem sniega atrast jaunos lakstaugu dzinumus. Lielā badā netiek smādēta kūla un siens. Sniegs liedz stirnām iespēju brīvi pārvietoties barības meklējumos. Jau 30 – 40 cm bieza sniega sega ir milzu apgrūtinājums. Lai piekļūtu barībai, kuru sedz sniega sega, stirnām nākas nokasīt sniegu. Iedomājaties, kā jūs justos, ja jums nāktos rakt sniegu nevis ar pašu lāpstu, bet ar lāpstas kātu. Stirnu tievās kājas šim darbam nav piemērotas, tāpēc dzīvnieks spiests nelietderīgi patērēt daudz enerģijas. Sekmīgai pārziemošanai svarīgi, lai sniega sega neturētos ilgi, jo īsāks sniega periods, jo labāk. Ļoti bīstama ir sērsna, kurā stirnas nopietni savaino kājas. Šī ziema, ar sasalušo, cieto sniegu, ļauj stirnām brīvi pārvietoties pa sniega virsu, tāpēc nav stirnām īpaši nelabvēlīga. Cietais sniegs un ledus, ļauj stirnām piekļūt pār dīķi vai vigu nolīkušiem koku zariem, kuriem citos gada laikos klāt netiek. Tagad tās brīvi staigā un barojas ar pārmitrās vietās augošiem kārkliem, kuri citkārt paliek stirnu neizmantoti. Stirnas labprāt apmeklē kapus, kuros barojas ar mūžzaļajiem skujeņiem un grieztajiem ziediem, tā sagādājot nepatīkamus mirkļus kapu kopējiem. Arī augļu dārzus stirnas apmeklē labprāt, kur barojas ar augļu koku un ogulāju jaunajiem dzinumiem un pumpuriem. Koku mizu stirnas negrauž. Cilvēki ziemā mēdz stirnas piebarot izliekot siena klēpjus, burkānus, bietes. Jāatceras, ka stirnas, pieradušas baroties tiešā apdzīvotu vietu tuvumā, tepat barību meklēs arī tad, kad ziema būs pagājusi, tāpēc pirms ierīkojam stirnu barotavu savā pagalmā, padomāsim vai to vēlamies. Piesaiste apdzīvotām vietām apdraud arī pašas stirnas- tās var iekļūt transporta negadījumā, stirnas apdraud suņi un reizēm arī malumednieki.httpv://www.youtube.com/watch?v=C444UIlxZN8 httpv://www.youtube.com/watch?v=jVUEAetZgv4&feature=related

Deer in orchard

Harsh winter for red deer is quite a challenge as our climate is not very suitable for them especially because of snow covered winters. Now, when the snow has frozen, deer can easily walk over it and escape wolves or dog attack. Red deer food in summer mainly is different caulescent plants while in winter they feed on small bushes, tree browse and bark. If the snow is thin, they can scratch it off to feed on lichens, but if it is thick and frozen they usually can’t get through it. Sallow, buckthorn, aspen tree, birch, juniper, pine and fir …. Branches, needles and bark –used are everything. Red deer is a ruminant animal and as one it has complicated digestive system with four-chamber stomach that helps digest cellulose found in very fibrous forage. They eat mostly browse that is full of proteins and sugars, however, in comparison with summer this food helps only to survive. Cultivated plants are especially nourishing, as they are softer and succulent than wild trees, so deer come to garden if it is possible. Maybe one of the reasons is their anatomical feature – they lack upper incisors, instead having a tough pad at the front of their upper jaw. With the toothless upper jaw they press the branch against toothed lower jaw and pull it off.This deer knows that it is very dangerous for him to be in the garden, so it stops eating time to time to listen. Stags have antlers that make reaching the highest branches of the tree complicated, as they tend to stuck, however, hinds and their fawns don’t have this problem. Soon stags will shed their antlers. Old stags shed their antlers in mid March, while young ones only in May.