Das Blaukehlchen – eine Seltenheit der lettischen Fauna!

Das Blaukehlchen Luscinia svecica ist eine Seltenheit der lettischen Fauna. Auch wenn es in ganz Europa und Asien nistet, kann man es bei uns meistens nur in der Zeit der Migration beobachten. Von den 10 Unterarten der Blaukehlchen hat man in Lettland bisher zwei getroffen – das Weißsternige Blaukehlchen Luscinia svecica cyanecula und das Rotsternige Blaukehlchen Luscinia svecica svecica. Die bebüschten Ufer von Flüssen, Seen und Teichen ist die beliebte Umwelt der Blaukehlchen. In der Literatur wird erwähnt, dass am Ende des 19. Jahrunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts diese Art reiclich auf den büschigen Inseln der Düna Mündung zu treffen war. Auch in der Nähe von Jelgava wurde sie oft beobachtet. Die am meisten beobachtete Art heutzutage – das weißsternige Blaukehlchen nistet regelmäßig in der Umgebung des Lubans Sees.

Diesmal hat das Filmteam das Glück gehabt das rotsternige Blaukehlchen zu filmen. Man sieht, wie es sich sprünghaft bewegt, zudem erstaunlich geschicklich. Es fliegt ungern und längere Flüge macht es nur in Notfällen. In der Litaratur wird erwähnt, dass Blaukehlchen sehr klug sind und auch ein gutes Gedächtniss haben. Wenn ein Mensch versucht hat es zu fangen oder sonst zu bedrohen, dann wird es sich von Menschen für immer fern halten. Die Blaukehlchen bauen ihr Nest auf dem Boden, wo sie schon Mitte Mai 6-7 Eier legen. Die Eier werden ungefähr zwei Wochen gebrütet. Nicht nur die Mutter, auch der Vater brütet. Später werden die Küken von beiden Eltern gefüttert.