Die Ostschermaus

Der lateinische Name der Ostschermaus Arvicola terrestris bedeutet „Bewohner der Erde” und dieser Name ist sehr treffend für die Ostschermaus, denn sie verbringt den größten Teil ihres Lebens in selbst gegrabenen unterirdischen Hölen und sie ist ein typischer Vertreter der Nagetiere. Diese Art wird auch Wasserratte genannt. Wie schon der Name Wasserratte anmutet hat diese Art das Wasser gern. Im späten Herbst und Winter kann es aber vorkommen, dass sie weit entfernt wandern und sich an ‘trockenen‘ Kartoffelfeldern oder Obstgärten niederlassen. Hier graben sie dann Hölen wie ein Maulwurf. Ein Laie kann den Sandhaufen, den eine Ostschermaus angehäuft hat, mit dem Haufen des Maulwurfs verwechseln. Der Sandhaufen des Maulwurfs ist regelmäßig, mehr oder weniger rund, aber der Haufen der Wasserratte ist länglich. An steilen Ufern wird das Nest in Hölen eingerichtet, an tiefer gelegenen Orten richten sie kugelformige Nester in Riedgras ein. Im Winter befinden sich die Nester unter Schnee und nach der Schneeschmelze liegen sie, wie runde Graskugeln, in Wiesen. Die Ostschermäuse legen vor ihrer Höle einen Rasen an, nach dem man sehen kann, dass diese Höle von einer Wasserratte bewohnt wird – sie bilden eine kleine Fläche mit kurz abgenagtem Rasen. Am Ufer und auf dem Riedgras kann man ihre „Futtertische“ vorfinden. Das sind Plätze, wo Nahrung aus der Umgebung gebracht und gegessen wird. Nachdem man den köstlichen Teil verzehrt hat, lässt man den unschmackhaften Teil zurück und dieser bildet dann diese Futtertische.In den natürlichen Biotopen ernähren sich die Wasserratten von den Wurzelstöcken von Schilf, gelben Teichrosen, Rohr, Pfeilkraut, Riedgras Samen usw. Beliebt sind auch Insekten, Weichtiere und kleine Fische. Bei guten Lebensbedingungen paart sie sich Paar mal im Jahr und in einem Wurf kann es bis zu 10 Jungen geben. Wenn sie sich beträchtlich vermehren können sie Gärtnern schaden, aber man darf nicht vergessen, dass die Ostschermaus ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems ist. Sie graben Hölen, die Insekten, Amphibien und kleine Säugetiere als Zuschlupf nutzen. Die Wasserratte ist auch ein wichtiges Futter für Raubtiere und Raubvögel. Wir können mit Hilfe von den neuesten Technologien die Schäden der Wasserratte für die Landwirtschaft vermindern, aber wenn wir die Wasserratte ausrotten, werden wir unvermeindlich der Natur großen Schaden zufügen und wir würden eine wichtige und interresante Art verlieren.