Slīteres Nacionālā Parka Ziņas 2012

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 Avīze Slīteres Nacionālā Parka Ziņas 2012 ir gatavas. Atkal tapušas  Dabas aizsardzības pārvaldes un Dundagas novada pašvaldības kopsadarbībā, pateicoties projekta "Baltijas Zaļā josta" finansējumam. 2012. gads dabas aizsardzībai būs ļoti nozīmīgas jubilejas gads. Latvijas sabiedrība var lepoties ar 100 gadu garu dabas aizsardzības vēsturi, jo 1912. gadā tika dibināta pirmā dabas teritorija - Moricsalas rezervāts. Dabas aizsardzības simtgade ir galvenā, bet ne vienīgā  Ziņu ziņa.

Intervijas ar dabas fotogrāfiem, veiksmīgiem novada viesu māju saimniekiem, mūsējo skatījums uz aizrobežu pieredzi dabas tūrisma jomā ir tikai dažas no tēmām. Arī šoreiz 32 lapaspušu biezā avīze  būs palīgs ceļotājiem, īpaši Slīteres Ceļotāju dienu viesiem, kas notiks 2.-3. jūnijā. Ja, atbraucot uz Dundagas novadu, jūsu rokās nonāks šis izdevums, tad ātri vien tiksiet gan pie maltītes, gan naktsmājām, jo avīzes vidējais atvērums pārskatāmā veidā sniedz šo informāciju. Pēdēja lapā - Dundagas novada karte, lai vieglāk atrast Dundagas novada dabas un kultūras pērles. Lasiet Slīteres Nacionālā Parka Ziņas, vērojiet, iepazīstiet un saudzējiet Latvijas dabu!

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Priecīgus Ziemassvētkus un Laimīgu Jauno gadu!

Das Blaukehlchen – eine Seltenheit der lettischen Fauna!

Das Blaukehlchen Luscinia svecica ist eine Seltenheit der lettischen Fauna. Auch wenn es in ganz Europa und Asien nistet, kann man es bei uns meistens nur in der Zeit der Migration beobachten. Von den 10 Unterarten der Blaukehlchen hat man in Lettland bisher zwei getroffen – das Weißsternige Blaukehlchen Luscinia svecica cyanecula und das Rotsternige Blaukehlchen Luscinia svecica svecica. Die bebüschten Ufer von Flüssen, Seen und Teichen ist die beliebte Umwelt der Blaukehlchen. In der Literatur wird erwähnt, dass am Ende des 19. Jahrunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts diese Art reiclich auf den büschigen Inseln der Düna Mündung zu treffen war. Auch in der Nähe von Jelgava wurde sie oft beobachtet. Die am meisten beobachtete Art heutzutage – das weißsternige Blaukehlchen nistet regelmäßig in der Umgebung des Lubans Sees.

Diesmal hat das Filmteam das Glück gehabt das rotsternige Blaukehlchen zu filmen. Man sieht, wie es sich sprünghaft bewegt, zudem erstaunlich geschicklich. Es fliegt ungern und längere Flüge macht es nur in Notfällen. In der Litaratur wird erwähnt, dass Blaukehlchen sehr klug sind und auch ein gutes Gedächtniss haben. Wenn ein Mensch versucht hat es zu fangen oder sonst zu bedrohen, dann wird es sich von Menschen für immer fern halten. Die Blaukehlchen bauen ihr Nest auf dem Boden, wo sie schon Mitte Mai 6-7 Eier legen. Die Eier werden ungefähr zwei Wochen gebrütet. Nicht nur die Mutter, auch der Vater brütet. Später werden die Küken von beiden Eltern gefüttert.

Der Habicht

In dem Video kann man sehen, wie der Habicht Accipiter gentilis sich an einem vom Wolf getöteten Hirsch nährt. Für ihn ist es gefährlich auf dem Boden zu sein, deshalb späht er beim reißen der Fleischteile behutsam die Gegend um sich.Den Habicht kann man in Lettland ziemlich oft antreffen, aber ihre Anzahl ist wesentlich kleiner als in der ersten Hälfte des 20. Jahrunderts. Von 1901 bis 1944 gab es sogar Prämien für einen erschossenen oder gefangenen Habicht. Der Habicht galt als „schädlich“, weil er ein regelmäßiger „Besucher“ der Einzelhöfe war.

Die Ornitholgen meinen - die Anzahl der Habichte hat sich deshalb verringert, da in den 90iger Jahren die Viehfarmen der Kollektivwirtschaften geschlossen wurden. Nicht weit von den Farmen waren immer viele Vögel, die der Habicht als Nahrung genutzt hat, wie z.B. die Taube. Im Durchschnitt gab es einen Habicht pro Farm, der in der Nähe gewohnt hat und sich auch ernährt hat. Nach dem Schliessen der Farmen mussten die Habichte andere Orte für Nahrung suchen,, deshalb kann man sie heute öfters in Stadtgebieten treffen, wo sie geschickt Tauben, Krähen und andere Vögel jagen.

Zur Zeit nisten in Lettland 2000-3000 Paare, aber 4000-5000 Vögel überwintern. Das kann man damit erklären, dass Vögel von Populationen im Norden und Osten nach Lettland fliegen um zu überwintern.

Wölfe bei der Beute

Den Wölfen ist es gelungen einen einäugigen Hirschmännchen zu erlegen. Sein rechtes Auge ist ausgelaufen und die Wunde verheilt. Man kann nur raten, wie der Hirsch sein Auge verloren hat. Es ist kaum möglich zufällig auf einen Ast zu stoßen, da seine Augen von langen Vibrissen geschützt werden, die bei Berührung den Hirsch rechtzeitig über Gefahren warnen. Eine Möglichkeit ist, dass er das Auge beim schnellen Laufen durch den Wald verletzt hat, es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Wunde von einem Splitter einer Gewehrkugel entstanden ist. So ein einäugiger Hirsch ist für die Wölfe ein leichtes Ziel, weil die Augen des Hirsches an den Seiten des Kopfes sind und mit einem Auge nichts sehen bedeutet, dass der Hirsch nicht rechtzeitig auf der blinden Seite auf den Angriff der Wölfe reagieren kann. Die Wölfe reißen den Bauch des Tieres auf um die heißen, in der kalten Luft qualmenden, Eingeweide zu fressen. Wir denken gar nicht daran, dass die Wölfe so an warmes Essen kommen und deshalb fressen die Wölfe so gierig die Eingeweide von erlegten Tieren. Ein Rudel kann nie einen erlegten Hirsch ganz verzehren, deshalb kommen die Wölfe in den nächsten Tagen zu den Überresten zurück. Dieses mal ist ein Mensch bei der Beute gewesen und sein Geruch lässt den Wolf vorsichtig sein. Der mutigste ist ein alter Wolf, der den Mut hat näher an die Beute zu kommen. Die Anwesenheit der vorsichtigen Raben beruhigt die Wölfe, aber manchmal ärgern sie ihm, deshalb lässt der Wolf die Raben merken wer der Herr ist und verscheucht sie von der Beute. Raben werden manchmal als „Wolfsvögel” bezeichnet, weil sie mit den Wölfen eigenartig zusammenarbeiten. Die Raben zeigen den Wölfen, wo die Beute ist, indem sie über der Beute fliegen und Krächzen, seinerseits reagieren die Raben auf das Heulen der Wölfe. Die Raben wissen, dass nach der Mahlzeit der Wölfe noch immer einen üppig gedeckter Tisch für sie vorzufinden ist. Die weiter entfernten Kraniche werden nicht von den Wölfen gestört, aber dennoch reagieren sie auf ihre Nähe. Zuerst erscheint das Weibchen. Es hat einen kleineren Kopf und die Schnauze ist schlanker. Das Weibchen könnte schwanger sein, weil es einen runden Bauch hat. In dieser Zeit lebt das „alpha” Paar getrennt vom Rudel und das Weibchen entscheidet wo sie leben.

Die Ostschermaus

Der lateinische Name der Ostschermaus Arvicola terrestris bedeutet „Bewohner der Erde” und dieser Name ist sehr treffend für die Ostschermaus, denn sie verbringt den größten Teil ihres Lebens in selbst gegrabenen unterirdischen Hölen und sie ist ein typischer Vertreter der Nagetiere. Diese Art wird auch Wasserratte genannt. Wie schon der Name Wasserratte anmutet hat diese Art das Wasser gern. Im späten Herbst und Winter kann es aber vorkommen, dass sie weit entfernt wandern und sich an ‘trockenen‘ Kartoffelfeldern oder Obstgärten niederlassen. Hier graben sie dann Hölen wie ein Maulwurf. Ein Laie kann den Sandhaufen, den eine Ostschermaus angehäuft hat, mit dem Haufen des Maulwurfs verwechseln. Der Sandhaufen des Maulwurfs ist regelmäßig, mehr oder weniger rund, aber der Haufen der Wasserratte ist länglich. An steilen Ufern wird das Nest in Hölen eingerichtet, an tiefer gelegenen Orten richten sie kugelformige Nester in Riedgras ein. Im Winter befinden sich die Nester unter Schnee und nach der Schneeschmelze liegen sie, wie runde Graskugeln, in Wiesen. Die Ostschermäuse legen vor ihrer Höle einen Rasen an, nach dem man sehen kann, dass diese Höle von einer Wasserratte bewohnt wird – sie bilden eine kleine Fläche mit kurz abgenagtem Rasen. Am Ufer und auf dem Riedgras kann man ihre „Futtertische“ vorfinden. Das sind Plätze, wo Nahrung aus der Umgebung gebracht und gegessen wird. Nachdem man den köstlichen Teil verzehrt hat, lässt man den unschmackhaften Teil zurück und dieser bildet dann diese Futtertische.In den natürlichen Biotopen ernähren sich die Wasserratten von den Wurzelstöcken von Schilf, gelben Teichrosen, Rohr, Pfeilkraut, Riedgras Samen usw. Beliebt sind auch Insekten, Weichtiere und kleine Fische. Bei guten Lebensbedingungen paart sie sich Paar mal im Jahr und in einem Wurf kann es bis zu 10 Jungen geben. Wenn sie sich beträchtlich vermehren können sie Gärtnern schaden, aber man darf nicht vergessen, dass die Ostschermaus ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems ist. Sie graben Hölen, die Insekten, Amphibien und kleine Säugetiere als Zuschlupf nutzen. Die Wasserratte ist auch ein wichtiges Futter für Raubtiere und Raubvögel. Wir können mit Hilfe von den neuesten Technologien die Schäden der Wasserratte für die Landwirtschaft vermindern, aber wenn wir die Wasserratte ausrotten, werden wir unvermeindlich der Natur großen Schaden zufügen und wir würden eine wichtige und interresante Art verlieren.

Das Bachneunauge

Das Bachneunauge ist in Lettland verhältnismäßig weit verbreitet, aber man kann ihn nur am Anfang des Sommers bemerken, wenn es sich an den Laichplätzen sammelt. Das Bachneunauge ist ein Zeichen für reine Gewässer, es lebt nicht in unreinen Gewässern. In Lettland fehlt es noch nicht an reinen, unverseuchten Gewässern. In Westeuropa ist es eine seltene und besonders geschützte Art. Das Bachneunauge ist das kleinste von den drei in Lettland lebenden Neunaugenarten (es erreicht nur selten eine Länge von 20cm). Es unterscheidet sich von dem Flussneunauge und dem Meerneunauge damit, dass das Bachneunage in seinem Leben keine halbparasitäre Phase hat, in der die Flussneunaugen und Meerneunaugen sich an lebenden Fischen anheften um von deren Muskeln und Körperflüssigkeiten zu leben. Das Bachneunauge wandert nicht und verbringt sein ganzes Leben, dass höchstens 6-7 Jahre dauert, in einem Bach. Zudem verbringt das Bachneunauge die meiste Zeit seines Lebens im Larvenstadium, eingegraben im Schlamm des Baches. Hier ernährt es sich von Detritus, dass von den Überresten von Pflanzen und Tieren gebildet wird. Das Bachneunauge verlässt den sandigen und schlammigen Boden fast nie. Die Larve hat keine Augen und man kann sie leicht mit einem Wurm verwechseln. Nur am Ende seiner Lebenszeit verwandelt sich die Larve in das erwachsene Bachneunauge um, der Darm degeneriert sich, das Neunauge hört auf sich zu ernähren und alle seine Kräfte werden dem letzten großem Ziel gewidmet – dem Laichen. Es ist interessant, dass die Larven immer größer sind als die Erwachsenen. Manchmal laichen noch nicht erwachsene Tiere in ihrem Larvenstadium(Neotenie).

Das Bachneunauge beginnt am Anfang des Sommers zu laichen, wenn die Wassertemperaturen mindestens 150C sind. Als Laichplatz wird ein Stelle gesucht, wo der Wasserlauf schneller ist und der Boden kieselig. Hier machen die Männchen Laichgruben. Die Befruchtung geschieht, indem die Männchen sich an den Kopf der Weibchen ansaugen und sich ihre Körper zusammenwinden.

Die Menschen essen das Bachneunauge nicht, weil das Sekret der Hautdrüsen giftig ist und das Gift sich bei Hitze nicht auflöst.

Rehe im Winter

Das Reh ist die kleinste Hirschart in Lettland und es frisst feineres Futter als ein Rothirsch oder Elch. Im Winter ernährt es sich von Heidelbeerkräutern, Heidelkräutern, kleinen Ästen, Baum- und Farnknospen, manchmal gelingt es unter dem Schnee Triebe von Kräutern zu finden. Bei großem Hunger fressen Rehe auch Stroh und Grass vom vorigen Jahr. Der Schnee erschwert ihre Bewegungen und das Finden von Futter. Eine Schneedecke von 30-40cm ist eine schwere Belastung. Um an das Futter, das unter der Schneedecke liegt, zu kommen, muss das Reh den Schnee abkratzen. Stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen würden, wenn sie Schnee mit dem Stiel der Schaufel und nicht mit der Schaufel graben müssten. Die dünnen Beine des Rehs sind nicht für so eine Arbeit geeignet, deshalb muss das Tier zu viel Energie verbrauchen. Für ein erfolgreiches überwintern ist es wichtig, dass die Schneedecke nicht lange bleibt, je kürzer die Zeit, je besser. Sehr gefährlich ist die Schneekruste, in der die Rehe die Beine verletzen können. Wenn im Winter der Schnee gefroren und hart ist, können die Rehen frei über den Schnee laufen, deshalb ist es für sie so günstiger. Der harte Schnee und Eis erlaubt den Rehen Äste zu erreichen, die über Teiche und andere zugefrorene Wässer hängen und die für sie in anderen Jahresezeiten nicht erreichbar sind. Jetzt können sie ungenutzte Nahrungsorte nutzen. Rehe besuchen gerne auch Friedhöfe, wo sie von den immergrünen Nadelbäumen und Blumen weiden und so für Ärger bei den Besuchern sorgen. Auch Obstgärten sind beliebte Ziele bei Rehen, hier fressen sie Knospen und Triebe von Beerensträuchen und Obstbäumen. Rehe können keine Rinde von Bäumen verzehren. Im Winter kommt es vor, dass die Rehe mit ausgelegtem Stroh, Möhren und Bete gefüttert werden. Man muss sich daran erinnern, dass Rehe, die sich daran gewöhnt haben, auch nach dem Winter hier Futter suchen werden. Deshalb muss man sich ordentlich überlegen ob man eine Futterstelle im eigenem Hof einrichten will. Die Anbindung an bewohnte Orte ist eine Bedrohung für die Rehe selbst. Sie werden von Transportmitteln bedroht sowie von Hunden und manchmal auch Wilderern.

Das Reich der Birkhähne

Die Balz der Birkhähne im Bažu Sumpf des Nationalparks Slitere ist die größte in Europa. Im Jahr 2009 haben hier 66 Männchen der Birkhähne gebalzt. Die Landschaft und der strenge Naturschutz hat Slitere den Titel Reich der Birkhähne gesichert. Birkhähne balzen im frühem Frühling. Die Männchen versammeln sich an den Balzplätzen von weit her. Hier markieren sie ihre Territorien, die sie dann auch verteidigen. Als Grenzpfähle dienen Mooshügel, kleine Bäume und Grassdickichte. Die besten Territorien sind in der Mitte des Balzplatzes. Alle versuchen einen Platz nahe der Mitte zu besetzen, deshalb sind im Zentrum des Balzplatzes die Territorien kleiner, aber im Randgebiet größer. Die Männchen fauchen, kullern, demonstrieren ihr prächtiges Federkleid und drohen einander mit einem besonderen Warnruf. Das alles wird für die bescheiden gekleideten Weibchen gemacht, deshalb wächst die Intensität dieser Bemühungen, wenn die Weibchen ankommen. Die Weibchen versuchen im Zentrum zu landen, wo die Dichte der Männchen am größten ist. Die Weibchen wählen ein Männchen zum paaren aus. Meistens sind es ein paar der aktivsten Männchen der ganzen Balz. Nach der Befruchtung wählen die Weibchen ein Nistplatz in und brüten alleine. Auch wenn die Weibchen schon angefangen haben zu brüten, balzen die Männchen weiter. Wenn ein Weibchen die Eier verliert kann es wieder zur Balz gehen und sich nochmals befructen.

Die Kreuzotter

Die Kreuzotter ist die einzige giftige Schlange in Lettland. Die Kreuzotter kann man schon nach der Überwinterung früh im Frühling treffen, wenn die Erde noch gefroren ist und die anderen Schlangenarten noch schlafen. Dies ist ein Kreuzotter Männchen. Die Männchen sind meist bläulich und grau gefärbt, die Weibchen in braunen Tönen, aber an manchen Orten ist mehr als die Hälfte der Kreuzottern schwarz gefärbt. Die Kreuzotter ist eine phylogenetisch neue Art, deshalb kann man verschiedenfarbige Kreuzottern treffen, z.B., eine Hälfte der Schlange ist hell, die andere schwarz. Über ihre Anwesenheit warnt die Kreuzotter mit lautem Zischen. Es ist nicht zu raten eine Kreuzotter zu ärgern und so ihre Energie zu verschwenden, weil sie ihre Kräfte für die Brunst, die im Frühling passiert, sparen muss. Man darf nicht vergessen, dass die Kreuzotter nicht gerne beißt, da das Bilden des Gifts sehr energieaufwendig ist und sie mehrere Tage braucht um die Giftvorräte zu erneuern.

Der Bieber – ein ungewöhnlicher Nager

Der Bieber ist ein Nager mit einer ungewöhnlichen Fähigkeit. Er kann, wie der Mensch, die Umwelt verändern und für sich anpassen. Der Bieber baut Dämme, die Wasser stauen und Stauseen bilden. So kommt er an Nahrung und hat einen sicheren Schutz im Notfall, denn nur im Wasser fühlt sich der Bieber unbedroht. Auf dem Festland kann es Opfer vom Wolf oder Luchs werden. Der Blick des Biebers ist nach oben gewandt, und durch das Heben und Senken der Schnauze versucht er nahende Gefahren zu wittern. Beim Eintauchen schliessen sich die Ohren und die Nasenlöcher, der breite schuppige Schwanz dient beim Tauchen und Schwimmen als Steuer. Wenn der Bieber Gefahr fühlt taucht er runter und dabei schlägt er mit dem Schwanz laut auf das Wasser um andere Bieber zu warnen. Sonst taucht der Bieber sehr elegant und fast unhörbar. Die Schneidezähne des Biebers wachsen während seinem ganzen Leben, deshalb ist das Nagen am Holz wichtig, um die Schneidezähne auf der richtigen Größe zu halten. Der Bieber kann seine Lippen hinter den Schneidezähnen zusammenpressen und deshalb auch unter Wasser nagen.

Symbole von Nationen in einem flachen Graben

Die Menschen haben schon immer versucht die Umwelt ihren Bedürfnissen anzupassen. Schauen Sie um sich – wie viel von dem, was Sie sehen, ist unverändert und von den Handlungen der Menschen verschont geblieben? Wir haben versucht die Felder, die Wälder und Wasserläufe uns besser zugänglich und nutzbar zu machen. Wälder wurden zu Rodungen, Feuchtgebiete wurden von Gräben ausgetrocknet. In dem Video kann man einen mit Büschen zugewachsenen flachen Graben sehen – genau solche Umgebung ist ein geeigneter Lebensraum für verschiedene Vogelarten. In der ganzen Welt wird den Vögeln große Aufmerksamkeit geschenkt. Über sie wird in Liedern gesungen, sie werden in Tänzen nachgeahmt und das Design von Flugzeugflügeln ist auch von den Vögeln entlehnt. In Respekt für die Vögel wird schon seit 50 Jahren in jedem Land auf der Welt ein Nationaler Vogel nominiert. Im Video kann man ein paar von ihnen sehen. Die Bachstelze Motacilla alba ist Lettlands nationaler Vogel; das Rotkehlchen Erithacus rubecula ist Großbritanniens „königlicher Vogel“; die Amsel Turdus merula ist Schwedens Symbol und die Elster Pica Pica, dessen asiatische Verwandte – die Dickschnabelkitta Taiwans nationaler Vogel ist, aber eine andere Verwandte – die koreanische Elster ist das Symbol von Südkorea. Nur der Gartenrotschwanz ist bisher ohne eine „Nationalität“.

Ein Hirsch im Baltischem Meer

Es ist Abend. Die Hirschkuh kann endlich den Wald verlassen und an den Strand kommen, um sich von der Hitze und Insektenstichen zu erholen und auch um den Durst zu stillen. Die Hirschkuh, die im Video zu sehen ist, genießt offensichtlich das Bad. Der Sommer ist die Zeit, wann blutsaugende Insekten, wie Mücken, Bremsen und Schnacken, den Tieren und auch Menschen keine Ruhe geben. Außerdem ist der Sommer auch die Zeit, um Jungen zu kriegen und aufzuziehen. Das salzige Wasser des Baltischen Meers ist reich an Mineralien, deshalb schmeckt es dem Hirsch. Das Meerwasser stillt nicht nur den Durst. Es kompensiert den Verlust von Mineralien und Salz und heilt Wunden. Meerwasser ist die einzige natürliche Quelle von Salz in der lettischen Natur. Raubtiere nehmen Salz durch fressen von Fleisch auf. Pflanzenfresser müssen andere Quellen suchen, z.B., von Jägern ausgestelltes Salz oder das Meerwasser.

Ein Hirsch im Obstgarten

Für die Rothirsche ist der harte Winter eine schwere Prüfung, weil das Baltische Klima für sie wegen der schneereichen Winter nicht günstig ist. Jetzt, wo der Schnee gefroren ist, können die Hirsche sich leicht auf dem Schnee bewegen und von Wölfen und Hunden fliehen. Im Sommer fressen Rothirsche verschiedene Kräuter, aber im Winter kleine Büsche, Holzrinde und Triebe. Eine dünne Schneedecke können sie aufkratzen um an Moos zu kommen, aber mit einer dicken oder gefrorenen Schneedecke werden sie nicht fertig. Weiden, Faulbäume, Espen, Birken, auch Wacholder, Kiefern und Fichten stehen auf der Speisekarte des Rothirsches. Äste, Nadeln, Rinde – alles ist nutzbar. Der Rothirsch, wie auch andere Wiederkäuer, hat ein kompliziertes Verdauungssystem mit einem vierteiligen Magen, in dem Zellulose von einer Bakterien-, Pilz- und Einzeller-Armee zersetzt wird. Zusammen mit der Masse von Pflanzen werden auch diese Kleinlebewesen verdaut und von ihnen bekommen die Hirsche unersetzbare Aminosäuren. Der Rothirsch frisst junge Pflanzenteile, da sie voll mit Proteinen und Zucker sind, aber, verglichen mit dem Sommermenü, reicht das alles nur für das überleben. Kulturpflanzen sind besonders begehrt, weil sie weicher und saftiger als wilde Gewächse sind, deshalb besuchen die Rothirsche bei jeder Gelegenheit Obstgärten. Meistens geschiet das im Schutz der Dunkelheit. Diese Entscheidung wird auch darin bestärkt, dass die kleinen Äste des Apfelbaums sehr brüchig sind. Das Reh, der Rothirsch und der Elch haben ein gemeinsames anatomisches Merkmal – sie haben Schneidezähne nur im Unterkiefer. Mit dem zahnlosen Oberkiefer wird der Ast an den unteren Kiefer rangepresst und abgerißen. Je brüchiger der Ast, desto leichter ist es ihn abzureißen.Der Rothirsch weiss genau, dass der Aufenthalt im Garten gefährlich ist, deshalb unterbricht er das Essen und hört aufmerksam der Umgebung zu. Das Geweih der Rothirsche stört die Äste im inneren der Baumkrone zu erreichen. Die Weibchen und Jungen haben dieses Problem nicht. Es ist nicht mehr lange, und die Männchen werden ihre Hörner abwerfen, und Mitte März werden die alten Männchen ihre Pracht verloren haben. Die Jüngeren Männchen verlieren ihre Hörner im Mai.

Restoration of Dāvida meadow

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Day after the Proclamation Day of the Republic of Latvia on 19th November to Slītere National Park from Daugavpils University and Latvia University came help. Together with nature inspectors of Nature Conservation Agency very special helpers - researchers and nature explorers, people who are ready to work not only at the desk but also in nature, helped to clean from bushes Dāvida meadow, which is located at the foot of the Slītere Blue Hills. To provide suitable conditions for rare insect species found only in Slītere necessary is not only varied forest, but also meadows. Dāvida meadow is named after pirate Dāvids, however the value is in its nature, especially insect species, diversity. The meadow is overgrowing with bushes as the times when this was a hay meadow is long gone. Remains of a hay shed still resemble those times.

Restoration of Dāvida meadow takes place already third time. The necessity to maintain this habitat is determined in SNP managament plant.

Talka Dāvidpļavā

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19.novembrī, uzreiz pēc Latvijas dzimšanas dienas uz Slīteres nacionālo parku atbrauca talcinieki no Daugavpils Universitātes un  Latvijas Universitātes. Kopā ar Dabas aizsardzības pārvaldes valsts vides inspektoriem Dāvidpļavu, kura atrodas Slīteres Zilo kalnu kraujas pakājē, no krūmiem atbrīvoja ļoti īpaši talcinieki – dabas pētnieki, zinātnieki, - cilvēki, kuri gatavi strādāt ne tikai pie rakstāmgalda, bet arī dabā.  Lai nodrošinātu apstākļus retām, vienīgi Slīterē līdz šim atrastām kukaiņu sugām, nepieciešams gan daudzveidīgs mežs, gan pļavas. Dāvidpļava nes Slīteres teiksmainā laupītāja Dāvida vārdu, taču tās vērtība saistās ar dabas, īpaši kukaiņu sugu daudzveidību. Pļava aizaug ar krūmiem, jo sen pagājuši laiki, kad šeit pļāva sienu. Par tiem laikiem  vēl liecina siena šķūņa paliekas.

Talka Dāvidpļavā notiek jau trešo reizi. Nepieciešamību kopt šo biotopu nosaka SNP dabas aizsardzības plāns.

Livonians at Ventspils Museum

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Presentation of the new book „Livonians in Northern Kurzeme” by Māra Zirnīte were held at Ventspils Museum on Tuesday, November 8. Almost half hundred people whose ancestors came from Northern Kurzeme Livonian villages came to celebrate.

Here performed the Livonian folk group „Kāndla”. Voice of Alvīne Mūrniece that is recorded in the movie "The Closed coast" from Lūžņa helped feel the atmosphere of Livonian daily life and so did the stories read in tāmnieku dialect of other book characters: Emīlija Rulle from Lielirbe, Irmgarde Matirlde Cerbaha and Elfrīda Virgīnija Žagare from Sīkrags, Kārlis Dišlers from Pitrags and Paulīne Kļaviņa from Vaide village. Each guest was offered tea, refreshments and given the new book.

The author Māra Zirnīte shared her memories about almost 30 year old past, when she and other story gatherers not without obstacles made ethnographic expeditions to the Livonian coast. A bit strange and almost comic the word ‘propuska’ or ‘permit’ sounds; it was impossible for “strangers” to enter strictly guarded border zone, which covered almost all west coast of Latvia, without it. The times when linguists started the expeditions to local Livonian villages in 1980s, was the time of cold war and iron curtain, when Europe was divided in two hostile parts.

Hundreds of valuable stories are stored at University of Latvia Institute of Philosophy and Sociology National Oral History archive. The book with six stories were published in cooperation with project Baltic Green Belt, co-financed by European Regional Development Fund. The goal of this project is to reveal nature and culture heritage that hid under former iron curtain in Lithuania, Latvia and Estonia during 20th century, becoming the part and wealth of European level initiative “European Green Belt”.

Lībieši Ventspils muzeja vēstures otrdienā

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Īsi pirms Mārtiņiem, 8. novembrī Ventspils muzeja vēstures otrdienā notika likteņstāstu pētnieces Māras Zirnītes jaunās grāmatas „Lībieši Ziemeļkurzemes ainavā” atvēršanas svētki. Svētkus svinēt bija atnākuši turpat pussimts ventspilnieku, kuru dzimtas saknes ir Ziemeļkurzemes lībiešu zvejniekciemos.

Svētku atmosfērā lieliski iederējās lībiešu folkloras ansambļa „Kāndla” muzikālais pavadījums. Lībiešu zvejniekciemu sadzīves atmosfērā ieveda grāmatas varones Alvīnes Mūrnieces no Lūžņām balss, kas iemūžināta filmā „Aizslēgtais krasts” un arī pārējo grāmatas varoņu Emīlijas Rulles no Lielirbes, Irmgardes Matildes Cerbahas un Elfrīdas Virgīnijas Žagares no Sīkraga, Kārļa Dišlera no Pitraga un Paulīnes Kļaviņas no Vaides atmiņu fragmentu lasījumi „ventiņu mēlē” jeb tāmnieku dialektā, kas respektēts arī grāmatā. Tēja, cienasts un jaunā grāmata, kuras vāks ieturēts lībiešu karoga krāsu gammā, tika ikvienam šīs vēstures otrdienas apmeklētājam.

Mājīgajā atmosfērā autore Māra Zirnīte dalījās atmiņās par turpat 30 gadus seno pagātni, kad viņa un citas likteņstāstu krājējas ne bez grūtībām veica etnogrāfiskās ekspedīcijas pa lībiešu krastu. Svešādi un mazliet komiski mūsdienās skan  jēdziens „propuska” jeb caurlaide, bez kuras tolaik neviens „svešais” nevarēja iebraukt armijas stingri apsargātajā robežas zonā, kura sedza teju visu Latvijas rietumu piekrasti, jo 20. gadsimta astoņdesmitie, kad sākās valodnieku etnogrāfiskās ekspedīcijas pa Latvijas pamattautas lībiešu ciemiem, vēl aizvien bija aukstā kara un dzelzs priekškara laiki, kad Eiropa bija sadalīta divās naidīgās pusēs.

Simtiem vērtīgu likteņstāstu ierakstu glabājas   Latvijas Universitātes Filozofijas un socioloģijas  institūta Nacionālā mutvārdu vēstures krājumā.  Māras Zirnītes grāmata „Lībieši Ziemeļkurzemes ainavā” ar sešiem stāstiem izdoti pateicoties Eiropas Reģionālās attīstības fonda līdzfinansētajam projektam „Baltijas Zaļā josta”, jo šī projekta mērķis ir celt gaismā gan dabas, gan kultūras mantojumu, kas sarežģītajā 20. gadsimtā bija patvēries zem bijušā dzelzs  priekškara Lietuvā, Latvijā un Igaunijā, tādā veidā kļūstot par Eiropas mēroga iniciatīvas „Eiropas Zaļā josta” sastāvdaļu un bagātību.

Kāpēc mums bučot katru vardi?

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4.novembrī plkst.15:00 dabas pētnieks Vilnis Skuja atklās jauno Ventspils muzejpedagoģisko programmu Kobiņi un naģes ar lekciju par abiniekiem un rāpuļiem.

Ventspils muzejs novembrī piedāvā jaunu muzejpedagoģisko programmu ciklā Daba un vēsture, sadarbībā ar Dabas aizsardzības pārvaldi Baltijas jūras reģiona programmas projektā „Baltijas Zaļā josta”.

Brīdī, kad rāpotāji un čāpotāji lēnām taisās uz ziemas guļu, Ventspils muzejs piedāvā ielūkoties pirmo sauszemes mugurkaulnieku rosīgajā dzīvē. Dabas pētnieks Vilnis Skuja sola iepazīstināt ar Latvijā sastopamajām trīspadsmit abinieku un septiņām rāpuļu sugām, no kurām puse ir aizsargājamas un dažas pat būs sastopamas Muzeja izglītības centrā. Saudzējamas gan ir visas vardes, krupji un čūskas, jo šiem zvēriem ir plāna āda, caur kuru viegli var iedarboties ķīmiski ietekmēta vide. Ziemeļkurzeme gan pagaidām var nebēdāt par abinieku daudzumu, jo pēc pētnieku novērotā, šeit, it īpaši Slīterē un Ances mežos, gana daudz kurkstētāju. Arī šo radībiņu portreti būs skatāmi Viļņa Skujas fotoizstādē Slīteres nacionālā parka abinieki un rāpuļi, kura tapusi projekta „Baltijas Zaļā josta” ietvaros. 

 Iespējams, pēc muzejpedagoģiskās nodarbības un lekcijas apmeklējuma kādam tikai nostiprināsies ticība varžu prinčiem vai princesēm, jo tieši abinieki ir pirmie, kuru ekstremitātēm ir pieci pirksti, turklāt ar vardēm tiešām jāapietas uzmanīgi, kā jau īstām dabas princesēm.

 Informācija tapusi sadarbībā ar www.ventasbalss.lv

"Livonians in Northern Kurzeme" book presentation in Riga

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"Livonians in Northern Kurzeme" book presentation by Māra Zirnīte took place at 25th October in Riga Latvian Society House. Book includes memoirs of Northern Kurzeme fisherman villages inhabitants Emīlija Rulle, Irmgarde Matilde Cerbaha, Elfīda Virgīnija Žagare, Kārlis Dišlers, Alvīne Mūrniece and Paulīne Kļaviņa. Many of these narrators are no longer alive so could not be present. However, their relatives and friends were there to meet each other, give flowers to the author of the book and recieve the book with autograph. Other historians, specialists in literature and national library and publishing house employees from Latvia and foreign countries present were also very interested in this book.

Grāmatas „Lībieši Ziemeļkurzemes ainavā” atvēršanas svētki Rīgā

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Māras Zirnītes jaunās grāmatas „Lībieši Ziemeļkurzemes ainavā” atvēršanas svētki notika 25.oktobrī Rīgā, Latviešu biedrības nama Kluba zālē. Grāmatas atvēršanas sasaiste laikā un telpā ar Apvienoto Pasaules latviešu zinātnieku III kongresu un Letonikas IV kongresu, kura vadmotīvs ir “Zinātne, sabiedrība un nacionālā identitāte” it kā piešķīra nelielajai dzīves stāstu grāmatai lielāku nozīmību. Uzreiz pēc sekcijas „Mutvārdu vēsture: dzīvesstāsts un pašapziņa”  zinātnieku referātiem grāmatas autore, literatūrzinātniece Māra Zirnīte aicināja Dabas aizsardzības pārvaldes Kurzemes reģionālās administrācijas direktora vietnieci Daci Sāmīti kopīgi prezentēt klātesošajiem grāmatu „Lībieši Ziemeļkurzemes ainavā”, kuru izdevusi Dabas aizsardzības pārvalde Baltijas jūras reģiona programmas projekta „Baltijas Zaļā josta” ietvaros.

Grāmatā „Lībieši Ziemeļkurzemes ainavā” apkopotas Ziemeļkurzemes  lībiešu zvejniekciemu iedzīvotāju Emīlijas Rulles, Irmgardes Matildes Cerbahas, Elfrīdas Virgīnijas Žagares, Kārļa Dišlera, Alvīnes Mūrnieces un Paulīnes Kļaviņas atmiņas. Daudzi no atmiņu stāstniekiem vairs nav šai saulē, tāpēc nevarēja būt klāt. Taču uz grāmatas atvēršanu bija atnākuši viņu radi un draugi, lai satiktos savā starpā, pasniegtu ziedus grāmatas autorei un saņemtu pretī grāmatu ar autogrāfu. Interesi par grāmatu izrādīja arī citi klātesošie Latvijā un ārzemēs dzīvojošie vēsturnieki, literatūrzinātnieki, Nacionālās bibliotēkas un izdevniecību darbinieki.

Grāmatai „Lībieši Ziemeļkurzemes ainavā” būs veltīta arī Ventspils muzeja vēstures otrdiena 8.novembrī plkst. 18, Livonijas ordeņa pilī, Jāņa ielā 17, Ventspilī.

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